Deutsche Minderheit

Walter Rohwedder wird 80 Jahre alt

Walter Rohwedder wird 80 Jahre alt

Walter Rohwedder wird 80 Jahre alt

Woyens/Vojens
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Walter Rohwedder
Walter Rohwedder arbeitet gerne im Garten. Besonders stolz ist er auf seinen Gemüsegarten, der viel hergibt. Foto: Amanda Klara Stephany

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Walter Rohwedder wird am Mittwoch 80 Jahre alt. Der ehemalige Vorsitzende des Deutschen Schulvereins für Sommerstedt und Umgegend ist ein wertgeschätztes Mitglied der deutschen Minderheit und begeisterte erst vor drei Jahren mit einer großzügigen Spende für eine Dachsanierung die ehemalige deutsche Schule in Mölby.

„Man muss mit der Zeit gehen“, lacht Walter Rohwedder und zeigt auf sein iPad samt Apple Pencil. An diesem verregneten Dienstagnachmittag trifft „Der Nordschleswiger“ den noch 79-Jährigen in seinem Haus in Woyens. „Ich lese meine Nachrichten immer auf dem iPad oder schaue Fernsehen. Diesen Stift habe ich zwar noch nicht benutzt, aber sonst versuche ich, digital zu sein.“ Und es stimmt, Walter ist top informiert, verfolgt immer noch aktiv das Weltgeschehen.

Und nun feiert er am Mittwoch seinen 80. Geburtstag, den er mit Kaffee und Kuchen bei sich zu Hause verbringen wird. Seine Geschwister habe er zu sich eingeladen, um den runden Geburtstag gemeinsam zu feiern.

Viele Reisen und noch mehr Engagement

Der gelernte Maschinenbauingenieur schaut auf ein bewegtes Leben zurück und erzählt dem „Nordschleswiger“ von seinen Reisen und seinem Engagement für die deutsche Minderheit.

Auf die Frage, welches Land sein liebstes sei, schmunzelt er und sagt: „Das kann ich einfach nicht beantworten, ich mochte sie alle.“

Seine letzte große Reise ging zu den Rocky Mountains in Kanada. Nachdem er einen gesundheitlichen Schicksalsschlag erleben musste, traute er sich noch einmal über den großen Teich. Leider sind Reisen nach einem zweiten Schicksalsschlag nicht mehr möglich, doch Walter zeigt sich pragmatisch: „Es ist eben so, wie es ist.“ Und so widmet er sich inzwischen seiner anderen Leidenschaft: seinem Garten.

Doch auch das Leben in der deutschen Minderheit hat ihn geprägt. Er habe damals bei seiner Arbeit in der ehemaligen deutschen Schule in Mölby eine Familie gefunden und sich dort sehr wohlgefühlt. Vor seiner Arbeit als Vorsitzender war er unter anderem auch Leiter des Jugendbundes.

Auf ins neue Lebensjahr

In sein neues Lebensjahrzehnt startet Walter für seine früheren Verhältnisse gemächlich. Auf die Frage, ob er als begeisterter Handwerker denn nun des Alters wegen von Häuserbauen auf Skulpturen umgestiegen ist, witzelt Walter: „Ne, so künstlerisch bin ich nicht. Ich bin Ingenieur!“

80 Lebensjahre zu erreichen, ist aber eine Kunst für sich – „Der Nordschleswiger“ wünscht Walter alles Gute im neuen Lebensjahr.

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