Deutsche Meisterschaft

Nele Schulze schwimmt in Bestzeit zu DM-Bronze

Nele Schulze schwimmt in Bestzeit zu DM-Bronze

Nele Schulze schwimmt in Bestzeit zu DM-Bronze

Michael Philippsen/shz.de
Flensburg
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Bronzedekoriert: Nele Schulze Foto: shz.de

Die 17-jährige Schwimmerin vom TSB Flensburg überrascht bei den Deutschen Meisterschaften in Berlin.

Nele Schulze vom TSB Flensburg hat bei den Deutschen Schwimm-Meisterschaften in Berlin für eine faustdicke Überraschung gesorgt. Über 50 m Brust gewann die 17-Jährige nach einem starken Rennen die Bronzemedaille.

Landesrekord geknackt

Im Kielwasser von Olympia-Starterin Anna Elendt, die nach der 100-m-Distanz im Finale ihren zweiten deutschen Rekord schwamm, konnte Nele Schulze ihre Bestzeit aus dem Vorlauf nochmals steigern und schlug am Ende in neuer Landesrekordzeit von 0:31,74 Minuten als Dritte hinter Elendt (0,30,67) und Julia Titze (0:31,43) an.

Training in Hadersleben

Ein toller Erfolg für die TSB-Schwimmerin, die in Dänemark lebt und während der langen Zeit des Corona-Lockdowns viel in Hadersleben nach den Plänen ihres Trainers Florian Zarp trainiert hatte. „Nele ist unheimlich diszipliniert. Sonst hätte das nicht geklappt, dass sie so viel alleine trainiert“, freute sich Zarp über die Leistung und die Medaille.

EM-Ticket gelöst

Um sich voll und ganz auf das Schwimmen konzentrieren zu können, hatte die Schülerin sogar ein „Urlaubsjahr“ an der Schule eingelegt, was in Dänemark möglich ist. Und nun erntet sie die Früchte. Denn der Gewinn der Bronzemedaille war das i-Tüpfelchen auf weitere Top-Leistungen in Berlin. So schwamm die Brustspezialistin noch zwei weitere Male in die offenen Rekordlisten des Landes. Über 100 m Brust belegte Nele Schulze in 1:10,03 Minuten einen hervorragenden fünften Platz, mit ihrer Zeit qualifizierte sie sich auch für die Jugend-Europameisterschaften vom 6. bis 11. Juli in Rom.

Auch über die doppelte Distanz stand im Vorlauf in 2:33,01 eine neue Bestzeit für Schulze auf der Anzeigentafel. Im Finale musste sie allerdings ihrem hohen Anfangstempo Tribut zollen und sich am Ende in 2:34,72 Minuten mit Platz sieben zufrieden geben. „Da hat man schon gemerkt, dass sie die ganze Zeit fast nur auf der kurzen Bahn trainieren konnte und die Wenden gefehlt haben“, meinte Florian Zarp.

Abitur statt DM

Zudem musste Nele Schulze ohne die Unterstützung ihrer Mannschaftskameradin Louisa Marie Obermark auskommen, die aufgrund einer verschobenen Abiturprüfung auf ihren Start über 800 m und 1500 m Freistil verzichtete. Dafür rechnet sich Obermark bei den Deutschen Meisterschaften im Freiwasser vom 24. bis 26. Juni in Münster berechtigte Chancen aus.

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