Gespräch in Kiel

SH-Europaministerin setzt sich für deutsch-dänische INTERREG-Mittel ein

dodo
Kiel
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SH-Europaministerin Sabine Sütterlin-Waack. Foto: dpa

Im Gespräch mit dem Vertreter der EU-Kommission, Richard Kühnel, äußerte Sabine Sütterlin-Waack am Montag ihren Unmut über die INTERREG-Pläne aus Brüssel.

Schleswig-Holsteins Europaministerin Sabine Sütterlin-Waack (CDU) macht sich für die bestehenden INTERREG-Programme stark. Am Dienstag empfing sie den Vertreter der Europäischen Kommission in Deutschland, Richard Kühnel, zu einem Gespräch in Kiel. Dabei warb sie für die Aufrechterhaltung bestehender Programme sowohl im finanziellen als auch im territorialen Umfang.

„Der bisherige Vorschlag der Europäischen Kommission sieht eine deutlich niedrigere Finanzausstattung für die INTERREG-Programme vor. Noch schwerwiegender ist der Kommissionsvorschlag, die gewachsenen grenzüberschreitenden INTERREG A-Programme auf Gebiete mit unmittelbarer Nähe zu einer Landgrenze zu reduzieren. Das sind oftmals dünn besiedelte und entwicklungsbedürftige Grenzräume, die ohne die Potenziale ihrer Hinterlandregionen von Entwicklungen abgeschnitten zu werden drohen“, schreibt Sütterlin-Waack in einer Pressemitteilung.

Für das INTERREG A-Programm „Deutschland-Danmark“ bedeute dies zum Beispiel gravierende Verschlechterungen, so die Ministerin. „Das wäre ein herber Rückschlag für die in Jahrzehnten aufgebauten Strukturen der deutsch-dänischen Zusammenarbeit. INTERREG A-Programme sind Paradebeispiele für den immer wieder geforderten europäischen Mehrwert. Es wäre ein fatales Signal, wenn dieser Erfolg in Zeiten wachsender EU-Skepsis ausgerechnet durch die EU selbst gefährdet würde“, betont die Europaministerin.

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