MInderheitenpolitik

MSPI: Ehemaliger Minderheitenbeauftragter bittet CDU/CSU-Fraktionsspitze um Unterstützung

MSPI: Koschyk bittet CDU/CSU-Fraktionsspitze um Unterstützung

Koschyk bittet CDU/CSU-Fraktionsspitze um Unterstützung

DN
Bayreuth
Zuletzt aktualisiert um:
Hartmut Koschyk
Hartmut Koschyk setzt sich weiterhin für die Rechte der Minderheiten ein. Foto: Deutscher Bundestag

Der ehemalige MInderheitenbeauftragte der Bundesregierung hat sich an führende CDU/CSU-Politiker gewandt. Hartmut Koschyk möchte, dass die beiden Parteien die Minderheiteninitiative MSPI unterstützen.

Hartmut Koschyk, Vorsitzender des Stiftungsrates der Stiftung „Verbundenheit mit den Deutschen im Ausland“ in Bayreuth und ehemaliger Minderheitenbeauftragter der Bundesregierung, hat sich an den Vorsitzenden der CDU/CSU-Fraktion des Deutschen Bundestages, Ralph Brinkhaus, und den Vorsitzenden der CSU-Landesgruppe im Deutschen Bundestag, Alexander Dobrindt, gewandt und um Unterstützung für die Minority-Safepack Initiative (MSPI) der Föderation Europäischer Nationalitäten (FUEN) gebeten. Dies teilte die Stiftung mit.

Die älteste und bedeutendste Minderheiten-Organisation in Europa mit Sitz in Flensburg hatte für diese Europäische Bürgerinitiative weit über 1 Million Stimmen gesammelt und damit die Zulassung der Aktion durch die Europäische Kommission erreicht. Ziel von MSPI ist es, den Minderheitenschutz auf der Ebene der Europäischen Union fortzuentwickeln.

Koschyk erinnert CDU/CSU an Bekenntnis zur MSPI

In der Mitteilung der Stiftung heißt es weiter, Koschyk habe in seiner Amtszeit als Beauftragter der Bundesregierung für Aussiedlerfragen und nationale Minderheiten diesen Vorstoß zur Verbesserung des Minderheitenschutzes von Anfang an unterstützt und gehöre zu den Erstunterzeichnern der Bürgerinitiative.

In seinem Schreiben an die Spitze der Unionsfraktion des Bundestages erinnerte Koschyk daran, dass CDU und CSU in der Beantwortung der Wahlprüfsteine der FUEN zur Europawahl 2019 ein klares Bekenntnis zur MSPI abgelegt hatten.

Viele bekannte Unterstützer

Der Vorsitzende der EVP-Fraktion im Europaparlament, Manfred Weber, ist laut Stiftung ebenfalls Unterstützer der MSPI. Der Präsident der FUEN, Loránt Vince, gehört seit 2019 dem Europaparlament als Mitglied der EVP-Fraktion an. Auch die Arbeitsgemeinschaft Deutscher Minderheiten (AGDM) in der FUEN unter ihrem Vorsitzenden Bernhard Gaida sowie die Sudetendeutsche Landsmannschaft unter ihrem Sprecher und langjährigen Europaabgeordneten Bernd Posselt gehören der Stiftung zufolge zu den aktiven Unterstützern der Initiative. Beim FUEN-Kongress 2019 in Preßburg/Bratislava habe auch der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesinnenministerium, Stephan Mayer, ein klares Bekenntnis für die MSPI abgelegt, heißt es.

Deutschen Bundestag und das MSPI

Derzeit gibt im Deutschen Bundestag Bemühungen, durch eine interfraktionelle Entschließung die Unterstützung des Deutschen Parlaments für die MSPI zum Ausdruck zu bringen, wofür sich der Rat der vier nationalen Minderheiten in Deutschland sehr engagiert. Auch in der vergangenen Legislaturperiode hatte der Deutsche Bundestag Koschyk zufolge bereits seine Unterstützung für die MSPI in Form einer interfraktionellen Entschließung zum Ausdruck gebracht.

Er appellierte an die CDU/CSU-Fraktionsspitze, sich für die baldige Verabschiedung einer fraktionsübergreifende Entschließung des Bundestages einzusetzen, mit der das Deutsche Parlament seine klare Befürwortung der MSPI gegenüber der Europäischen Kommission und dem Europaparlament zum Ausdruck bringt.

Mehr lesen