Schleswig-Holstein

Im weiß-blauen Ringelpulli: Umweltminister Jan Philipp Albrecht vereidigt

dpa
Kiel
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Jan Philipp Albrecht
Jan Philipp Albrecht (links) und Ministerpräsident Daniel Günther. Foto: dpa

Der 35-Jährige verzichtete beim Amtseid auf die Gottesformel. Er will seinen Weg gehen und nicht Habecks Fußstapfen folgen.

Der neue Umweltminister Jan Philipp Albrecht (Grüne) hat am Mittwoch im schleswig-holsteinischen Landtag seinen Eid abgelegt. Im Amt ist der 35-Jährige bereits seit dem 1. September. Landtagspräsident Klaus Schlie wünschte ihm eine gute Amtführung zum Wohle Schleswig-Holsteins.

Albrecht verzichtete beim Amtseid auf die Gottesformel. Der Grünen-Politiker trug bei der Vereidigung einen dunkelblauen Anzug und darunter einen weiß-blauen Ringelpulli.

Ministerpräsident Daniel Günther hatte dem Nachfolger des nach Berlin als Grünen-Parteichef gewechselten Robert Habeck am Freitag im Gästehaus der Landesregierung seine Ernennungsurkunde überreicht. Anschließend hatten Habeck und Albrecht gemeinsam den Bauerntag in Rendsburg besucht.

Albrecht: „Ich werde es nicht wie ein Klon machen“

Albrecht ist im Kabinett Minister für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt, Natur und Digitalisierung. Obwohl ihn einiges mit Grünen-Bundeschef Habeck verbindet, hatte er nach seiner Ernennung klargestellt: „Ich werde es nicht wie ein Klon machen.“

Albrecht hatte vor seinem Wechsel nach Kiel neun Jahre lang im Europäischen Parlament die Interessen der Bundesländer Schleswig-Holstein und Hamburg vertreten. Er hat Frau und einen Sohn.

Albrechts Spezialthemen waren in den vergangenen Jahren die Innen- und Justizpolitik, dabei vor allem das Datenschutzrecht, Polizeipolitik und Rechtsextremismus. Der gebürtige Braunschweiger stammt nach eigenen Angaben aus einer politischen Familie mit deutsch-französischen Wurzeln.

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