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Erste 10.000 Impfdosen für Schleswig-Holstein - Start am 27. Dezember

Erste 10.000 Impfdosen für Schleswig-Holstein - Start am 27. Dezember

Erste 10.000 Impfdosen für Schleswig-Holstein

dpa/lno
Kiel
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Nora Lübeck von der Messe Husum wartet bei der Vorstellung der Impfstraße in einem künftigen Corona-Impfzentrum in den Messehallen auf den Beginn eines Testdurchlaufs. Foto: Axel Heimken/dpa

In Schleswig-Holstein kann das Impfen gegen Corona beginnen: Die ersten 10.000 Impfdosen werden am 26. Dezember geliefert, am Tag darauf ist in einem Pflegeheim Impfstart. Die ersten Impfzentren sollen voraussichtlich am 4. Januar öffnen.

Die erste Lieferung von rund 10.000 Impfdosen gegen das Coronavirus für Schleswig-Holstein soll am 26. Dezember in dem nördlichsten Bundesland eintreffen. Das Impfen werde am 27. Dezember zunächst in Pflegeeinrichtungen starten, teilte Gesundheitsminister Heiner Garg am Mittwoch in Kiel mit. Bis zu zehn mobile Impfteams sollen vorrangig in gerontopsychiatrischen Einrichtungen in Regionen mit hohen Corona-Zahlen die Bewohnerinnen und Bewohner impfen, „die dies wünschen“. Bis Anfang Januar werde die Zahl der mobilen Teams sukzessive auf bis zu 15 Teams hochgefahren.

Im Dezember werden dem Gesundheitsministerium zufolge rund 48.000 Impfdosen Schleswig-Holstein erreichen. Nach den ersten rund 10.000 Impfdosen sind weitere Lieferungen für den 28. Dezember (rund 14.000 Impfdosen) sowie für den 30. Dezember (24.000 Impfdosen) angekündigt.

Geliefert wird der Impfstoff des Mainzer Unternehmens Biontech und seines amerikanischen Partners Pfizer. Von Ende Dezember an stehen Schleswig-Holstein laut Biontech gemäß Bevölkerungsanteil dann wöchentlich 24.375 Impfdosen zu.

Hälfte für Zweitimpfung

Eintreffende Wochenlieferungen der Impfdosen werden nach Angaben des Gesundheitsministeriums in Kiel zunächst zur Hälfte für die Zweitimpfung reserviert, um die notwendige zweite Impfung nach drei Wochen garantieren zu können. „Dies ist notwendig, weil nur nach zwei Impfungen auch tatsächlich ein 95-prozentiger Schutz vor einer Covid-19-Erkrankung bestehen kann“, erläuterte das Ministerium in einer Pressemitteilung.

Voraussichtlich ab dem 4. Januar werden den Angaben zufolge die ersten 15 Impfzentren (eines pro Kreis/kreisfreier Stadt) mit jeweils einer Impflinie den Betrieb aufnehmen. Die Impfzentren werden zu Beginn täglich jeweils von 13 bis 18 Uhr geöffnet sein. Nach drei Wochen, wenn neben den Erstimpfungen bereits Zweitimpfungen vorgenommen werden müssen, können die Öffnungszeiten ausgeweitet werden. Die Impfzentren in Bad Oldesloe, Lübeck und Prisdorf starten mit jeweils zwei Impflinien.

Terminvereinbarungen für die Impfung in den Impfzentren sollen vom 29. Dezember an über die Webseite www.impfen-sh.de oder telefonisch über die Rufnummer 116 117 möglich sein.

Zunächst Menschen über 80 und Gesundheitspersonal

Impfberechtigt in den Impfzentren sind zunächst die Angehörigen der Gruppe 1 der Empfehlungen der Ständigen Impfkommission (StiKo). Hierzu zählen insbesondere Pflegekräfte stationärer Pflegeeinrichtungen und ambulanter Pflegedienste sowie Mitarbeitende von Rettungsdiensten und Menschen, die älter als 80 Jahre sind. Zu der Gruppe 1 gehört auch das Personal einzelner Praxen, in denen hoch vulnerable Patientengruppen behandelt werden.

Menschen über 80 Jahre, die zu Hause betreut werden und die Impfzentren nicht aufsuchen können, werden zu einem späteren Zeitpunkt geimpft. „Bedingt durch die speziellen Lager- und Transportanforderungen des Biontech/Pfizer-Impfstoffes ist eine Impfung beim Hausarzt oder in der eigenen Häuslichkeit zum jetzigen Zeitpunkt nicht möglich“, erläuterte das Ministerium.

Den zentralen Lagerort der Impfdosen in Schleswig-Holstein nannte das Ministerium aus Sicherheitsgründen nicht.

Zunächst wird der als Erstes zugelassene Impfstoff von Biontech/Pfizer geimpft werden. Weitere Firmen haben die Zulassung bereits beantragt, sodass künftig auch andere Impfstoffe verwendet werden, sobald diese verfügbar sind.

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