Corona-Zahlen

Darum widersprechen sich die Stadt Flensburg und das RKI

Darum widersprechen sich die Stadt Flensburg und das RKI

Darum widersprechen sich die Stadt Flensburg und das RKI

Julian Heldt, shz.de/hm
Flensburg
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In Flensburg gab es lange Zeit recht wenig Corona-Fälle, nach einem massiven Anstieg Anfang des Jahres weichen die angegebenen Fallzahlen zurzeit ab. Foto: DN Archiv

Das Robert Koch-Institut gibt den Inzidenzwert für Flensburg derzeit deutlich höher an als die Stadt Flensburg. Eine Spurensuche

Verwirrung um die Flensburger Inzidenzwerte: Laut dem Robert Koch-Institut (RKI) liegt er aktuell bei 181,9, die Stadt Flensburg gibt ihn dagegen mit 169 an. Seit Wochenbeginn stimmen die Zahlen der Verwaltung und des RKI nicht mehr überein. Die Inzidenz gibt an, wie viele Menschen sich innerhalb von sieben Tagen mit dem Coronavirus infiziert haben – umgerechnet auf 100.000 Menschen. Das macht das Infektionsgeschehen vergleichbar.

Am Montag hatte das RKI für Flensburg 25 neue Corona-Fälle gezählt, die Stadt Flensburg lediglich 18. Dieser Unterschied macht sich seither im Inzidenzwert bemerkbar.

Lange vermutet Übertragungsfehler

„Wir haben Kiel bereits informiert, dass dort die Zahlen nicht stimmen. Die Ursache wird gesucht. Unsere Zahlen sind aus erster Hand. Es müssen Übertragungsfehler sein“, so Oberbürgermeisterin Simone Lange am Donnerstagabend auf Facebook. Die Zahlen des RKI bauen auf denen des Landes auf.

Aus Sicht von Stadtsprecher Christian Reimer könnte es zu einer Doppelübermittlung gekommen sein: „Wir haben den Fehler aber noch nicht gefunden.“

Leichte Differenzen zwischen den Stadt- und Landeszahlen gab es schon immer. Dies liegt an unterschiedlichen Meldezeitpunkten. Die Stadt Flensburg meldet ihre letzten Zahlen meist gegen 17 Uhr, das Land Schleswig-Holstein um 21 Uhr. Differenzen gleichen sich somit meist spätestens am nächsten Tag aus. Dies ist aktuell nicht der Fall.

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