Wilder Knoblauch

Bärlauch-Saison: So gelingen Ihnen Pesto und Salate

Bärlauch-Saison: So gelingen Ihnen Pesto und Salate

Bärlauch-Saison: So gelingen Ihnen Pesto und Salate

Stefanie Hiekmann/shz.de
Flensburg
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Bärlauch - ein Alleskönner in der Küche. Die Saison beginnt jetzt - da heißt es schnell sein. Foto: Stefanie Hiekmann

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Der wilde Knoblauch wächst jetzt bis Anfang Mai wieder in Gärten und in Wäldern. Wie setzt man ihn richtig ein?

Kräftig, dominant und zwiebelig-frisch wie Bärlauch jetzt in der Saison daherkommt, schmeckt man schon kleine Mengen des Krauts aus Gerichten heraus.

Bärlauch als Würzkraut

Wer die würzigen Akzente mag, kann sie im Prinzip ganztägig auf den Teller bringen: Morgens kurz vor dem Anrichten unter das warme Rührei gehoben, mittags fein geschnitten und unter die Spaghetti mit einem Löffel Schmand und geraspeltem Parmesankäse und abends mit etwas Öl gemixt und leicht gesalzen auf geröstetem Sauerteigbrot. Bärlauch muss gut gewaschen und trockengetupft werden und kann dann fein geschnitten wie Schnittlauch verwendet werden.

Foto: Stefanie Hiekmann

Bärlauch im Salat

Warum nicht auch ein, zwei Löffel fein geschnittene Bärlauchblätter unter den Kopfsalat heben? Oder in Kombination mit Couscous, feinen Gurkenwürfel, Lauchzwiebelgrün, Limette und Olivenöl als lauwarmer und schnell zubereiteter Couscoous-Salat? Dazu schmeckt ein Löffel griechischer Joghurt wunderbar!

Foto: Stefanie Hiekmann

Bärlauch als Pesto

Oldie but Goldie: Frischen Bärlauch mit Öl mixen, geröstete Pinienkerne zugeben und alles nach Geschmack mit etwas Salz abschmecken. Wer mag, kann auch geriebenen Parmesan unter das Pesto heben, dann hält das Pesto allerdings nicht ganz so lange. Das Pesto in ein dunkles Glas (in Alufolie geschlagen) füllen und im Kühlschrank bereithalten – Bärlauchpesto schmeckt zu Pasta, Baguette, Rührei oder auch zur Gemüsepfanne wunderbar.

Foto: Stefanie Hiekmann

Bärlauch statt Schnittlauch

Bärlauch und Schnittlauch sind sich gar nicht mal so unähnlich. Beide Zwiebelgewächse können in der kalten und warmen Küche verwendet werden und lassen sich auch außerhalb der Saison ersetzen – natürlich mit etwas abweichendem Ergebnis. Zu Pellkartoffeln schmeckt auch ein kräftiger Bärlauchquark. Einfach nur mit etwas Salz und Zitronensaft abschmecken – fertig!

Foto: Stefanie Hiekmann

Bärlauch aus Saucenbasis – gerne auch asiatisch

Auch in der warmen Küche kann Bärlauch glänzen: Wer die Blätter in etwas Olivenöl oder auch in Butter kurz andünstet und die Saucenbasis püriert und mit Kokosmilch (asiatische Richtung) oder Sahne (klassische Richtung) auffüllt, hat im Nu eine wunderbar-grüne und kräftige Sauce zubereitet, die vielseitig zu verwenden ist. Die Bärlauch-Kokos-Sauce passt zum Beispiel zu gebratenem Frühlingsgemüse. Das Gemüse in diesem Fall nach dem Braten gern mit ein paar Tropfen geröstetem Sesamöl abschmecken – so ist das Asia-Thema komplett durchgezogen. Dazu passen asiatische Mie-Nudeln oder Udon-Nudeln.

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