Fridays for Future

Was die Niebüller Klima-Demonstranten 2021 erreichen wollen

Was die Niebüller Klima-Demonstranten 2021 erreichen wollen

Was die Niebüller Klima-Demonstranten 2021 erreichen wollen

Arndt Prenzel/shz.de
Niebüll
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Etwa 50 Demonstranten forderten am Freitag auf dem Niebüller Rathausplatz mehr Bemühungen um den Klimaschutz. Foto: Arndt Prenzel

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Am Freitag versammelten sich etwa 50 Menschen zum Corona-gerechten Protest auf dem Rathausplatz.

Auftakt 2021 für Fridays for Future in Niebüll: Rund 50 Klima-Demonstranten kamen zu dem als Ausstellung konzipierten Protest auf den Rathausplatz vor dem Richard-Haizmann-Museum.

Überall gab es bunt bemalte Plakate und aufgestellte Transparente, die sich mit dem Klima-Thema pfiffig und originell auseinandersetzten zu sehen.

Über 100 Plakate

Unter der legendären Eiche, die einst dem letzten deutschen Diktator gewidmet war, wurden über 100 Botschaften verbreitet. „Wir sitzen in unterschiedlichen Booten, aber im gleichen Sturm“, hieß es dort etwa.

Auf Plakaten verbreiteten die Klima-Demonstranten ihre Botschaften. Foto: Arndt Prenzel

Von „Kein Flug ist klug“ über „Rettet Eisbär Lars“ bis zu dramatischen Appellen wie „Unsere Erde brennt“ oder „Der Kampf gegen die Klimakrise muss ein kolonialer Kampf sein“ gab es viele Forderungen.

Von Achtrup bis Süderlügum

„Wir sind aus Achtrup hier“, sagte eine Gruppe Mädchen. Andere kamen aus Süderlügum oder Fahretoft. Schüler, Auszubildende und einige ältere Teilnehmer wie Wattführer Walther Petersen-Andresen oder der Vorsitzende des Niebüller Umweltausschusses, Peter Schumann, versammelten sich mit Corona-gerechtem Abstand und schauten sich die Ausstellung genau an.

Wer wollte, konnte am Umwelt-Glücksrad drehen, sich über Bienen informieren oder aber das Gespräch suchen. Die Niebüller Fridays-for-Future-Gruppe hatte ganze Arbeit gelistet. „Wir haben rund drei Wochen Vorbereitungszeit gehabt“, so Sprecher Jon Callsen.

Kernforderung

Die Gruppe besteht aus 15 Aktiven, die sich regelmäßig treffen. Sprecherin Hannah Anthonisen fasste die Wünsche und Forderungen zusammen. „Wir haben in diesem Jahr die Bundestagswahl. Unser Ziel ist es, dass sich die Parteien auf die Einhaltung der 1,5-Grad-Grenze einlassen. Den notwendigen Wandel können wir nur durch großen gesellschaftlichen Druck erreichen.“

Gegen Corona werde eine Menge getan, nun sei das Klima gleichberechtigt ebenso dran. „Die weltweiten Emissionen sind heute höher als vor der Corona-Pandemie. Unsere Regierungen haben ihr Versprechen in Sachen Klimaschutz gebrochen und Milliarden an öffentlichen Geldern in Kohle, Öl und Gas investiert.“

Unter Beachtung strenger Hygienekonzepte machten die Protestierenden auf ihre Forderung nach konsequentem Klimaschutz aufmerksam. Die Niebüller Polizei ließ sich zu Beginn kurz blicken und hatte nichts auszusetzen. Die Aktion auf dem Rathausplatz war bis 17 Uhr geplant.

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Kerrin Jens
Kerrin Jens Hauptredaktion
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