B5 drei Stunden gesperrt

Unfall: Vater und Tochter überschlagen sich im Landrover

Unfall: Vater und Tochter überschlagen sich im Landrover

Unfall: Vater und Tochter überschlagen sich im Landrover

Helmuth Möller/shz.de
Husum/Milstedt
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Unfall auf der B5
Mit dem Rettungshubschrauber wurde die junge Fahrerin ins Westküstenklinikum gebracht. Foto: Helmuth Möller

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Die schwer Verletzte Fahrerin wurde mit einem Rettungshubschrauber ins Westküstenklinikum geflogen. Ihr ebenfalls verletzter Vater wurde zuvor mit dem Rettungswagen dorthin gebracht.

Ein schwerer Verkehrsunfall ereignete sich am Samstagnachmittag um 14.30 Uhr auf der B5 zwischen den Anschlussstellen Husum-Hafen-Süd und Mildstedt. Nach zahlreichen Notrufmeldungen hatte die zentrale Rettungsleitstelle Nord in Harrislee Großalarm ausgelöst: Mehrere Rettungswagen des Landkreises und ein Notarzteinsatzfahrzeug eilten an die Unfallstelle – nach Sirenenalarm eilten Feuerwehren aus Mildstedt, Husum und Hattstedt mit elf Einsatzfahrzeugen und mehr als 50 Einsatzkräften an die Einsatzstelle.
Drehleiter am Unfallort
Mit Hilfe der Drehleiter wurde die Verletzte behutsam die Böschung hinaufgehoben. Foto: Helmuth Möller

Ein Dithmarscher befand sich mit seiner 18-jährigen Tochter auf dem Weg Richtung Norden. Die Tochter saß am Steuer des schweren Wagens. Aus bislang ungeklärten Gründen geriet die junge Fahrerin zwischen den beiden Anschlussstellen Husum-Süd und Mildstedt plötzlich auf die linke Straßenseite. Trotz langer Bremsspur geriet der Landrover Deefender einen tiefen Abhang hinunter – dabei überschlug sich der Wagen gleich mehrfach.

Kopf und Beine eingeklemmt

Insgesamt hinterließ das Fahrzeug eine 120 Meter lange Unfallschneise. Auf einer erheblich tiefer liegenden Wiese blieb das zerstörte Fahrzeug auf der Fahrerseite liegen. Ersthelfer stoppten und setzten eine adäquate Notrufmeldung ab. Da die Fahrerin schwer eingeklemmt war, waren dringend Rettungsscheren und Spreizer erforderlich, über die die Feuerwehren Husum und Hattstedt verfügen. Die Rettung der jungen Fahrerin gestaltete sich äußerst schwierig, wie Feuerwehr-Gesamteinsatzleiter Alex Mumm aus Husum vor Ort berichtete: „Die junge Fahrerin lag in einer sehr schwierigen Position – ihr Kopf war zwischen Dach und Fußboden eingeklemmt.“ Eingeklemmt waren zudem ihre Beine.

Um 15.26 Uhr war die junge Frau nach äußerst schweißtreibender Arbeit der Einsatzkräfte – vor Ort herrschten 30 Grad – befreit. Um 15.28 Uhr landete der Rettungshubschrauber „Christoph Europa 5“ mit einem weiteren Notarzt und Rettungsteam unmittelbar auf der B5 am Unglücksort. Bereits während die Einsatzkräfte die Schwerverletzte aus dem Fahrzeug schnitten, hatten weitere Husumer Feuerwehrleute das große Drehleiterfahrzeug in Stellung gebracht, an der eine Schleifkorbtrage angehängt war. Vor Ort wurde die junge Fahrerin in die Schleifkorbtrage verlegt und behutsam die sehr hohe Böschung zur B5 hinaufgehoben.

Mit dem Hubschrauber in die Klinik

Nach weiterer Versorgung durch die beiden Notärzte und die Rettungsteams wurde die junge Dithmarscherin in den Rettungshubschrauber verlegt. Um 15.42 Uhr hob der Rettungshubschrauber ab und flog die Schwerverletzte ins Westküstenklinikum Heide. Zuvor war der erheblich verletzte Beifahrer mit einem Rettungswagen ebenfalls dorthin verlegt worden.

Lange Staus in Husum

Mehrere Streifenwagen sperrten die B5 mit Unterstützung von Feuerwehrkräften ab. Die Hauptverkehrsader der Westküste musste für rund drei Stunden komplett gesperrt werden. Die B5 war zu diesem Zeitpunkt bereits nahezu überfüllt – und erlitt nach der Vollsperrung den totalen Verkehrskollaps. Die enormen Verkehrsströme – hauptsächlich aus Richtung Süden – mussten durch die Kreisstadt umgeleitet werden. Dort kam es zu sehr langen Staus vor den Ampelkreuzungen. Weitere längere Staus bildeten sich bereits unmittelbar auf der B5.

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Anke Krauskopf
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