Naturschutz

Nachbarn bauen Nisthilfe für seltenen Eisvogel

Nachbarn bauen Nisthilfe für seltenen Eisvogel

Nachbarn bauen Nisthilfe für seltenen Eisvogel

Heino Petersen/shz.de
Freienwill
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Der seltene Gast im Ortsteil in Freienwill wird schon „das blaue Wunder von Wielenberg“ genannt. Foto: Malte Petersen

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Im Freienwiller Ortsteil Wielenberg hat Malte Petersen für den seltenen Wildvogel zwei Bruthöhlen gebaut.

Pfeilschnell und leise, scheu und wunderschön: So kann man den fliegenden Edelstein – den Eisvogel – beschreiben. Wenn man Glück hat, kann man den Pfiff oder seinen Flügelschlag wahrnehmen. Malte Petersen hatte das Glück einen Eisvogel, der sich wiederholt in der Nähe seines Wohnhauses abseits der Hauptstraße in Wielenberg an einem naheliegenden Gewässer aufhielt, vor die Linse zu bekommen.

Marco Petersen hatte Glück und bekam einen seltenen Eisvogel vor die Linse. Foto: Malte Petersen

Damit war bei ihm eine Idee geboren: Der streng geschützte Wildvogel sollte Unterstützung zum Nisten bekommen. Eisvögel benötigen steile Uferabbrüche mit viel Ruhe, in die sie mit ihrem Schnabel Hohlgänge graben, um dort Nisthöhlen anzulegen. Für die Tiere wird es immer schwieriger derartig geeignete Brutplätze zu finden.

Wir hoffen sehr, dass sich dieser Vogel hier ansiedelt und Nachwuchs bekommt. So können solche kleinen Naturschutzprojekte eine große Wirkung haben und vielleicht andere zum Nachahmen animieren.

Dirk Seehusen, half beim Bau der Nisthilfe

Mit Unterstützung seiner Frau und der benachbarten Familie Seehusen fand Malte Petersen einen geeigneten Standort. „Wir hatten einfach Lust dazu! Zunächst mussten wir uns ein bisschen einlesen, um zu wissen, wie beim Bau der Nisthilfen vorzugehen sei“, erklärte Malte Petersen.

Malte Petersen (links) und Dirk Seehusen hoffen, dass ihr seltener Gast, der Eisvogel, die Bruthilfen annimmt und eine „Familie gründet“. Foto: Heino Petersen

Mit speziell herbeigeschafften Materialien bauten sie in Eigenregie zwei künstliche Bruthöhlen, die mit Hilfe eines Kleinbaggers an einem geeigneten Standort eingelassen und mit Mutterboden abgedeckt wurden. „Wir hoffen sehr, dass sich dieser Vogel hier ansiedelt und Nachwuchs bekommt. So können solche kleinen Naturschutzprojekte eine große Wirkung haben und vielleicht andere zum Nachahmen animieren“, betont Dirk Seehusen, der die Maßnahme mit unterstützt hat.

Standort der Nisthilfe wird nicht verraten

Der Standort der Nisthilfe wird nicht verraten, denn sonst ist dieser pfeilschnelle, leise, scheue und wunderschöne Eisvogel bald nicht mehr „Wielenbergs blaues Wunder“. Aber wer Glück hat, bekommt ihn vielleicht bei einem Spaziergang im Freienwiller Ortsteil zu sehen.

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