Sturmschäden

List: 20 Meter hohe Abbruchkante

List: 20 Meter hohe Abbruchkante

List: 20 Meter hohe Abbruchkante

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Lists Vizebürgermeister Manfred Koch und Tourismusdirektorin Maiken Neubauer begutachten die Abbruchkante. Foto: Melanie Steur

Am Weststrand hat Orkan Sabine auf der Insel Sylt enorme Schäden verursacht.

Mit ernsten Mienen blicken Lists stellvertretender Bürgermeister Manfred Koch und Tourismusdirektorin Maiken Neubauer die 20 Meter hohe Abbruchkante hinunter. Orkan Sabine hat im nördlichsten Inselort enorme Schäden vor allem an der Westseite hinterlassen: Die Sandrampe über die Rettungsfahrzeuge und auch die Strandarbeiter an den Lister Weststrand gelangen, ist weg. Stattdessen endet der Weg am Abgrund.
„Wir stellen jetzt Schilder auf, sowohl hier oben als auch unten, damit niemand zu nah ran geht an die Kante, da noch etwas nachrutschen könnte“, erklärt Maiken Neubauer und bittet Gäste und Sylter inständig, die Absperrungen zu respektieren.

Der Strandübergang in List wurde gesperrt. Foto: Melanie Steur
„Unser Podest für die Rettungsschwimmer ist den fünf Sturmfluten hintereinander zum Opfer gefallen und unsere Haupttreppe ist oben abgebrochen“, ergänzt Manfred Koch. Dafür hat die Nordsee ein altes Holzpodest nördlich des Lister Hauptstrandes freigelegt. „Das war komplett in der Vordüne verschwunden. Jetzt steht es 15 Meter frei vor der abgebrochenen Randdüne“, so Maiken Neubauer.

Ein altes Holzpodest nördlich des Hauptstrandes steht nun frei. Foto: Melanie Steur

Nicht nur an der Westseite verzeichnen die Lister Sturmflutschäden. An der Düne, die den Mövenbergdeich vor der Wattenmeerstation des Alfred-Wegener-Instituts verlängert, bietet jetzt eine vier Meter hohe Abbruchkante ein spektakuläres Bild.

Mit den Fachleuten vom Landesbetrieb für Küstenschutz, Nationalpark und Meeresschutz stehen die Lister in engem Kontakt. Ende März wird gemeinsam festgelegt, wo Sylt wieviel Sand über die Vorspülungen bekommt.

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Cornelius von Tiedemann
Cornelius von Tiedemann Stellv. Chefredakteur
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