60 Liter Öl an Bord

Gesunkener Fischkutter in Eckernförde: Die „Schwalbe“ wird geborgen

Gernot Kühl, Götz Bonsen / shz.de
Eckernförde
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Der kleine Kutter wird gehoben. Foto: Gernot Kühl

Noch ist unklar, warum der Kutter sank. Das dürfte sich nach Abschluss der Bergung bald herausstellen.

Der etwa sechs Meter lage Fischkutter „Schwalbe“ von Jens Mahrt ist in der Nacht zu Donnerstag aus bislang noch ungeklärter Ursache im Hafen von Eckernförde gesunken. Am Donnerstagmorgen um 5.40 Uhr sei festgestellt worden, dass der Kutter bei der Holzbrücke unter Wasser liegt, berichtete zunächst die Polizei. Etwa fünf Meter tief auf Grund war der Fischkutter gesunken, nur die Antenne guckte noch raus. Schleitaucher Christian Hüttner aus Lindaunis rückten am Morgen an, um den Havaristen für die Bergung unter Wasser vorzubereiten.
Ein Taucher bei der Bergungsarbeit. Foto: Gernot Kühl

Fischer ratlos, wie das passieren konnte

Den Passanten war die Havarie gar nicht aufgefallen, da die Umrisse des gesunkenen Kutters von der Holzbrücke nur schemenhaft zu erkennen waren. Die Freiwillige Feuerwehr Eckernförde war schon frühmorgens ausgerückt, um eine Ölsperre um die Unfallstelle zu legen, da sich noch rund 60 Liter Kraftstoff im Tank und Schmierstoffe im Motor befanden.

Der Untergang seines Kutters trifft Fischer Jens Mahrt hart. Er kann sich nicht erklären, wie das passieren konnte und half mit Sohn Lasse bei der Bergung, wo er konnte. Er zog seinen Taucheranzug an, legte sich die dicken Taue und Bergungsschlaufen bereit, stieg in das eiskalte Wasser und tauchte ab.

Oben an der Pier hatte Manfred Zappe von „De lütte Werft“ gegenüber seinen Kran geholt, um die beiden von Hüttner um den Schiffsrumpf gelegten Bergungsschlaufen an den Haken zu nehmen und damit den Kutter langsam nach oben zu hieven. Ganz langsam tauchte Mahrts „Schwalbe“ auf und dümpelte nach kurzer Zeit auf der Oberfläche.

Die Stadtwerke-Crew um Geschäftsführer Dietmar Steffens waren mit Tauchpumpen vor Ort, mit deren Hilfe der Kutter schnell abgepumpt und anschließend zur Begutachtung zur Werft geschleppt werden konnte, um dort genauer untersucht zu werden.

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