Riesen-Geklapper in Risum-Lindholm

Endlich hat Storch 7T113 seine Störchin wieder

Endlich hat Storch 7T113 seine Störchin wieder

Endlich hat Storch 7T113 seine Störchin wieder

Arndt Prenzel/shz.de
Risum-Lindholm
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Störchin in Risum-Lindholm
Endlich ist die Störchin da: Es wurde bereits ordentlich gestorchelt. Nun hoffen die Risum-Lindholmer, dass es auch eine erfolgreiche Brut gibt. Foto: Arndt Prenzel

Seit dem 20. März hatten der Storch und die Risum-Lindholmer auf die Braut gewartet. Am Sonnabend kam sie endlich an.

Das Warten im Ponyhof von Peter Lewe Rasmussen und Anna Petersen in Risum-Lindholm ist vorbei. Pünktlich um 16 Uhr flog am Sonnabend die lang erwartete Störchin endlich ein. Tagelang hatte der Storch mit seinen Gastgebern auf die Braut gewartet, das Nest bereitet und immer wieder geklappert.

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„Die Störchin kam sogar in Begleitung“, sagt Anna Petersen, „Zwei andere Störche flogen jedoch weiter." Das Storchen-Männchen hatte am 20. März den Hochmast als sein Domizil angenommen. Bürgermeister Hans Bruhn wurde über den Zuzug sofort informiert.

Gemeinde sorgte für viele Nester

Er hat für eine Unterstützung von Seiten der Gemeinde für weitere Storchennester im Ort gesorgt. Mit der Ansiedlung des Paares ist nun ein erster Schritt getan. Der mit der Nummer 7T113 beringte Storchenmann stammt aus Satrup, dort wurde er beringt. Seine unberingte Störchin kennt er aus Dänemark.

Störchin in Risum-Lindholm
Endlich ist die Störchin in Risum-Lindholm angekommen: Da gilt es natürlich, das Nest besonders gemütlich einzurichten. Foto: Arndt Prenzel

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Beide waren im Vorjahr schon einmal da, ohne Bruterfolg. Das soll jetzt anders werden. Denn zur Freude der Dorfbewohner wurde zur Begrüßung kräftig „gestorchelt“: Die Störche paarten sich mehrmals in der Stunde. Wenn alles klappt. legt die Störchin zwei bis fünf Eier an nacheinanderfolgenden Tagen.

Brutzeit dauert einen Monat

Die Brutzeit dauert dann zirka einen Monat, wobei sich das Storchenpaar abwechselt. Die Brutablösung ist eine sehenswerte Zeremonie. Und auch sonst zeigt das Paar seine Zuneigung, so bei der Gefiederpflege. Die Nestzeit des Nachwuchses dauert dann noch einmal sechzig Tage.

Futter finden die Störche in den Feuchtgebieten der Auen und im Bottschlotter See. Frösche, Fische oder Mäuse werden bevorzugt. Ein Feind könnte im Mai der Seeadler werden. Doch nun müssen alle Risum-Lindholmer erst einmal Daumen drücken, dass es zumindest ein Ei gibt.

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