Gemeinde Langenhorn

Bürger-Solarpark: Gemeinde denkt über Projekt nach

Bürger-Solarpark: Gemeinde denkt über Projekt nach

Bürger-Solarpark: Gemeinde denkt über Projekt nach

Udo Rahn/shz.de
Langenhorn
Zuletzt aktualisiert um:
Diese Fläche am Ortsrand von langenhorn ist für den Solarpark ins Auge gefasst worden. Foto: Udo Rahn

Diesen Artikel vorlesen lassen.

Der Bauausschuss gab grünes Licht für die Bauleitplanung. Nun muss der Gemeinderat den Solarpark noch befürworten.

Konkrete Pläne für eine Freiflächen-Photovoltaikanlage in der Gemeinde Langenhorn hatten Janne Petersen und Melf Melfsen von der Windpark Ockholm-Langenhorn Verwaltungs GmbH im Rahmen der Sitzung des Bau- und Umweltausschusses noch nicht parat, denn bisher fehlt die nötige Bauleitplanung. Vorsitzender Volker Feddersen hatte sie eingeladen, um sich ihre Idee und das grobe Konzept erklären zu lassen, vor allem, welche möglichen Flächen sie favorisieren.

Gewerbesteuer für die Gemeinde

Auf jeden Fall solle es ein Bürgersolarpark werden, erklärte Janne Petersen auf Nachfrage von Bürgerin Sabine Tannert. Die Einwohner können sich wie beim Windpark als Kommanditisten beteiligen oder in Form von Sparbriefen. Die Gewerbesteuereinnahmen sollen zu 100 Prozent der Kommune zufließen.

Die Größe der Fläche habe natürlich die Gemeinde zu bestimmen, aber um die Anlage wirtschaftlich zu betreiben, seien schon einige Hektar erforderlich. Dazu biete sich das Areal – praktisch in Dreiecksform –zwischen Dörpumer Weg im Osten und der Bundesstraße 5 im Westen an, ausgehend von der Grenze des Betriebsgeländes des Autohauses im Norden des Ortsteils Mönkebüll. An der Stelle liege direkt nur der Gewerbebetrieb. Wohnhäuser gibt es dort nicht.

Sorgen wegen Landschaftsschutz

Eine Einwohnerin merkte an, dass sie es besser fände, wenn Bürger so eine Anlage selbst bauen würden. Außerdem sei zu prüfen, ob nicht der Landschaftsschutz den Bau an besagter Stelle verbiete. Dort brüteten ihres Wissens viele Vögel.

„Ich glaube nicht, dass sich genügend Bürger finden würden, die erhebliches Eigenkapital für den Bau hinlegen würden, ganz abgesehen von der Haftung“, so Janne Petersen. Wegen der naturschutzrechtlichen Dinge würden selbstverständlich, so der Vorsitzende, die zuständigen Behörden zu gegebener Zeit beteiligt.

Einstimmig für das Projekt

Renate Thomsen, bürgerliches Mitglied (AWG) stellte schließlich die alles entscheidende Frage: „Wollen wir in unserer Gemeinde überhaupt so eine Anlage?“ Darüber habe man bisher doch keine Grundsatzentscheidung gefällt. Wenn ja, so ergänzte der Ausschussvorsitzende, dann sollte auch ein Aufstellungsbeschluss gefasst werden, damit sie konkret geplant werden könne. Danach gehöre das Thema dann erneut in den Fachausschuss.

Er ließ abstimmen. Einig waren sich alle, dass ein solches Projekt umgesetzt werden soll. Auch die Empfehlung, die Bauleitplanung nun mit dem Aufstellungsbeschlusses einzuleiten, wurde einstimmig für die am kommenden Mittwoch (31. März) tagenden Gemeindevertreter gefällt.

Transparente Planung

Allerdings erklärte sich Mitglied Uwe Bahr (SPD) für befangen, da er auf dem möglichen in Frage kommenden Areal landwirtschaftliche Flächen bewirtschaftet. „Wir sind ganz am Anfang. Wir als Gemeinde haben die künftige Planung in der Hand. Selbstverständlich werden die Bürger mitgenommen, sobald detaillierte Pläne vorliegen“, betonte der Vorsitzende.

Er finde es gut, dass hier zwei bodenständige Langenhorner planen und keine auswärtigen Investoren beteiligt seien. Alle Gewinne und Steuereinnahmen blieben bei den Einwohnern und in der Kommune. Für die Zukunft sei gut, wenn eigener Strom in der eigenen Gemeinde produziert werde, auch als ein Mosaikstein, um autark zu werden.

Mehr lesen