Corona-Virus

Danish Crown steht vor der Öffnung am Donnerstag

Danish Crown steht vor der Öffnung am Donnerstag

Danish Crown steht vor der Öffnung am Donnerstag

Carlo Jolly/shz.de
Husum
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Schlachtung und Zerlegung unter strengen Hygieneauflagen mit Mundschutz, Abstandsregeln und Kohortentrennung: Hier werfen die Kontrolleure dem Husumer Schlachthof gleich etliche Versäumnisse vor. Foto: Danish Crown

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Rund um das Schlachtzentrum in Husum gibt es insgesamt 136 Corona-Fälle. Für viele ist die Quarantäne bereits beendet.

Aufatmen im Kreishaus und bei Danish Crown: Die zweite Reihentestung von Schlachthofmitarbeitern und Familienangehörigen hat nur wenige weitere Corona-Infektionen ergeben. Von 169 PCR-Abstrichen der Mitarbeiter vom Donnerstag seien lediglich vier weitere positiv, teilten Landrat Florian Lorenzen und Unternehmenssprecher Jens Hansen heute übereinstimmend mit. Eine weitere Kontaktperson sei positiv, zehn Testergebnisse stünden noch aus.

Kein Hinweis auf Mutanten

Besonders erfreulich: Nach Angaben des Kreises gibt es bislang keine Hinweise auf Virusmutationen. Konzernsprecher Jens Hansen folgert daraus: "Wir hoffen, am Donnerstag wieder öffnen zu können." Der Kreis Nordfriesland schließt dies vorbehaltlich der weiteren Gespräche und einer Ortsbegehung des Kreisgesundheitsamtes am Montag nicht aus. Vorher sollen allerdings am Montag alle Beschäftigten einschließlich der Mitarbeiter der vier externen Firmen ein drittes Mal komplett durchgetestet werden.

Insgesamt 136 Corona-Fälle rund um den Schlachthof

Damit gibt es rund um das Schlachtzentrum samt Angehörigen bislang 136 Corona-Fälle. Bis Freitag hatte der Kreis Nordfriesland bereits 132 Infektionen seit dem Covid-19- Ausbruch im Schlachtzentrum gezählt - 104 Danish-Crown-Beschäftigte sowie 28 Kontaktpersonen, unter denen 19 positive Familienmitglieder waren.

Bis Mitte der Woche hatte die Zahl der positiven PCR-Tests rund um den Schlachthof bei 115 gelegen. Bislang ist der Betrieb, der wöchentlich bis zu 2000 Rinder und Lämmer schlachtet, bis kommenden Mittwoch, 24. Februar, stillgelegt. "Die hohe Anzahl an Negativergebnissen der zweiten Reihentestung ist beruhigend", erklärte Landrat Lorenzen und ergänzte: "Wir appellieren jedoch eindringlich an das Unternehmen, künftig konsequent, gewissenhaft und verantwortungsvoll bei der Umsetzung von Hygienebestimmungen vorzugehen." Darauf werde er ein besonderes Augenmerk legen, mahnte Florian Lorenzen.

Danish-Crown-Konzernsprecher Jens Hansen muss aktuell zwischen Randers in Nordjütland und dem Husumer Schlachthof pendeln. Foto: Carlo Jolly

Bei den strengen Hygieneauflagen mit Mundschutz, Abstandsregeln und Kohortentrennung zwischen den einzelnen Abteilungen werfen die Kontrolleure dem Husumer Schlachthof gleich etliche Versäumnisse vor. Mundschutz soll teilweise nicht oder nur nachlässig getragen worden sein, genügend Abstände und die Trennung der Bereiche nicht genügend beachtet worden sein.

Inzwischen habe die Geschäftsführung des Unternehmens dem Kreisgesundheitsamt ein eingehend geprüftes und angepasstes Hygienekonzept vorgelegt. Dieses sei sowohl vom Gesundheitsamt als auch von einem externen Gutachter bewertet worden. Und: Die Quarantäne von insgesamt 169 Schlachthof-Mitarbeitern sei am Freitag abgelaufen und bedürfe keiner Verlängerung.

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