Umweltschutzmaßnahmen

Bauern wollen mehr Geld für Naturschutz

Bauern wollen mehr Geld für Naturschutz

Bauern wollen mehr Geld für Naturschutz

Kay Müller/shz.de
Wasbek
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Die Landwirte fordern mehr Geld von der EU, etwa weil sie die Knicks in Schleswig-Holstein pflegen, in denen viele Vogelarten und Insekten heimisch sind. Foto: Christian Charisius

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Bevor sich die Agrarminister der Länder treffen verlangen vor allem kleinere landwirtschaftliche Betriebe mehr Geld von der EU.

Gleich mehrere Bauernorganisationen sowie der Landesnaturschutzbeauftragte verlangen mehr Geld für Umweltschutzmaßnahmen in der Landwirtschaft. „Die Agrarreform berücksichtigt zu wenig freiwillige Leistungen, die die Bauern jetzt schon erbringen“, sagt die Geschäftsführerin des Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft, Berit Thomsen. Dazu würden durch die geplante Gemeinsame Agrarpolitik (GAP), die die Landwirtschaftsminister der Länder morgen in einer Sondersitzung behandeln, vor allem große Betriebe überdurchschnittlich gefördert.

Die Agrarreform berücksichtigt zu wenig freiwillige Leistungen, die die Bauern jetzt schon erbringen.

Berit Thomsen, Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft

Auf einer gemeinsamen Pressekonferenz von Naturschützern und landwirtschaftlichen Verbänden forderte Thomsen, dass die Gemeinwohlprämie des Deutschen Verbands für Landschaftspflege übernommen werden müsse. Die sieht vor, das die Bauern von der EU mehr Geld für freiwillige Leistungen für mehr Tierwohl, Arten- und Naturschutz bekommen sollen. Zudem müsse es eine Weideprämie geben, damit mehr Kühe im Freien gehalten werden.

Außerdem fordert Thomsen, dass die 30 Prozent der EU-Agrarprämien an ökologische Leistungen gekoppelt werden – und nicht nur 20 Prozent, wie der Bauernverband fordert und es Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU) plant. Zudem solle nach Willen der anderen Bauernverbände und des Landesnaturschutzbeauftragten Holger Gerth die reine Flächenprämie bei einer Höhe von 150000 Euro pro Betrieb gekappt werden, um größeren Höfen keine Wettbewerbsvorteile zu verschaffen.

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