Minderheitenpolitik

Stefan Seidler setzt sich für deutsche Minderheit in Polen ein

Stefan Seidler setzt sich für deutsche Minderheit in Polen ein

Seidler setzt sich für deutsche Minderheit in Polen ein

kj
Berlin
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Stefan Seidler macht sich im Bundestag für Minderheiten in Europa stark. Foto: Karin Riggelsen

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In Polen ist der deutschen Minderheit das Geld gekürzt worden. Das wirkt sich unmittelbar auf den Sprachunterricht aus. SSW-Politiker Stefan Seidler hat im Rahmen des Parlamentskreises Minderheiten ein Schreiben aufgesetzt. Darin bittet er das polnische Parlament, die Verordnung zu überdenken.

„Dass die Stundenzahl für den deutschen Sprachunterricht der deutschen Minderheit in Polen durch die dortige Regierung von drei auf eine gekürzt wird, entspricht nicht den europäischen Werten von Schutz und Anerkennung der nationalen Minderheiten“, so der Bundestagsabgeordnete Stefan Seidler (Südschleswigscher Wählerverband, SSW) in einer Pressemitteilung. Seidler selbst vertritt im Bundestag mit seinem SSW-Mandat die dänische und friesische Minderheit.

Der Parlamentskreis Minderheiten im Deutschen Bundestag hat ein Schreiben an das polnische Parlament aufgesetzt, in welchem der Kreis die politischen Vertreterinnen und Vertreter darum bittet, die Verordnung zu überdenken.

Parlamentskreis

Parlamentskreise sind informell und nicht Teil der parlamentarischen Strukturen des Bundestages. Sie haben den Eigenanspruch, die Sichtbarkeit der dort vertretenen Interessen zu stärken. So gibt es zum Beispiel einen Parlamentskreis Biosphärenreservate, einen Parlamentskreis Fahrrad, einen Parlamentskreis Pferd und viele mehr.

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„Als Vorsitzender des Parlamentskreises ist es mir wichtig, dass wir mit Warschau in einen Dialog eintreten und gemeinsam eine Lösung finden. Das Erlernen der Sprache ist das zentrale Fundament der kulturellen Identität und Entwicklung und sollte daher gerade bei Minderheiten gefördert werden – so wie es europäische Abkommen vorsehen“, so Seidler in der Pressemitteilung.

Der Parlamentskreis Minderheiten setzt sich laut eigenen Angaben zum Ziel, mit den Vertreterinnen und Vertretern der Minderheiten in Deutschland zu reden und ihre Sichtbarkeit in der öffentlichen und besonders der parlamentarischen Debatte zu erhöhen.

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