Minderheiten in Europa

Deutsche Minderheit aus der Ukraine in Berlin willkommen

Deutsche Minderheit aus der Ukraine in Berlin willkommen

Deutsche Minderheit aus der Ukraine in Berlin willkommen

Berlin
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Bernd Fabritius informierte sich im Berliner Hauptbahnhof. Foto: aussiedlerbeauftragter.de

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Minderheitenbeauftragter Fabritius: Helferinnen und Helfer am Hauptbahnhof Berlin sind darüber informiert, dass deutschstämmige Flüchtlinge einen Antrag stellen können, um Bundesbürger zu werden. Ohne Sprachkenntnisse und Nachweis der Vorfahren geht das allerdings nicht.

Flüchtlinge aus der Ukraine, die deutsche Vorfahren und deutsche Sprachkenntnisse nachweisen können, haben die Möglichkeit, in Deutschland einen Härtefallantrag zu stellen, um den Status als sogenannte Spätaussiedlerinnen und Spätaussiedler zu erhalten.

Dieser Status sichert den Betroffenen alle Rechte und Pflichten bundesdeutscher Bürgerinnen und Bürger.

Der Beauftragte der Bundesregierung für Aussiedlerfragen und nationale Minderheiten, Bernd Fabritius (CSU), hatte sich dafür eingesetzt, dass den Angehörigen der deutschen Minderheit in der Ukraine diese Möglichkeit per Härtefallantrag eröffnet wird. Nun ist er froh, dass die Betroffenen schon bei ihrer Ankunft in Deutschland darüber informiert werden.

Bernd Fabritius (Archivfoto) Foto: Karin Riggelsen

Fabritius: Angehörige der deutschen Minderheit bekommen die nötigen Informationen

„Ich bin sehr dankbar, dass die Vorortkräfte hier am Berliner Hauptbahnhof auch darüber informiert sind, dass es für Spätaussiedlerbewerber aus der Ukraine, die alle Anerkennungskriterien als Spätaussiedler erfüllen, eine Aufnahmeeinrichtung in Friedland gibt und Betroffene auch Hilfe zur Weiterreise dorthin erhalten“, so der Bundesbeauftragte laut Pressemitteilung vom Freitag nach einem Besuch am Berliner Hauptbahnhof.

Dort hatte der Politiker sich über die Aufnahmesituation von Flüchtlingen aus der Ukraine informiert und mit Vertreterinnen und Vertretern von Hilfsorganisationen und staatlichen Stellen sowie mit freiwilligen Helferinnen und Helfern gesprochen.

Bernd Fabritius
Bernd Fabritius informierte sich am Berliner Hauptbahnhof über die Aufnahme ukrainischer Flüchtlinge. Foto: aussiedlerbeauftragter.de

„Ich bin tief beeindruckt von dem zivilgesellschaftlichen Engagement der vielen freiwilligen Helfer, viele davon mit russischen oder ukrainischen Sprachkenntnissen. Ich habe viel Empathie und große Hilfsbereitschaft bei den Mitarbeitern der Deutschen Bahn und den vielen Hilfsdiensten und Polizeibeamten erlebt. Die Organisation vor Ort ist vorbildlich“, so sein Fazit.

Laut Bundesbeauftragtem müssen für den Antrag auf die Anerkennung als Spätaussiedler alle Anerkennungskriterien erfüllt sein – insbesondere die deutsche Abstammung und deutsche Sprachkenntnisse. Näheres dazu geht aus einem Merkblatt des Bundesverwaltungsamtes hervor.

In der Ukraine leben laut Bundesinnenministerium noch geschätzt 33.000 Angehörige der deutschen Minderheit. Ihre Siedlungsräume sind dabei wenig konzentriert, sondern über das ganze Land verteilt.

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