KIELER WOCHE 2021

Fürst Albert II. von Monaco kommt

Fürst Albert II. von Monaco kommt

Fürst Albert II. von Monaco kommt

Michael Kierstein/shz.de
Kiel
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Auch die Windjammer-Parade soll wieder stattfinden. Foto: Frank Molter

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Die ersten Gäste für die Kieler Woche sind nun bekannt. Der Linke Stefan Rudau sorgte für einen Eklat in der Ratsversammlung.

Die große Hürde ist genommen. Die Ratsversammlung der Landeshauptstadt hat sich mehrheitlich für eine Kieler Woche im September ausgesprochen.

Vom 4. bis zum 12. September soll das größte Volksfest Nordeuropas wieder stattfinden und dabei deutlich näher an das Original heranreichen. Unter anderem sollen Live-Konzerte, Flanierbereiche, die Windjammer-Segelparade und natürlich die Regatten vor Schilksee für typisches Kieler-Woche-Gefühl sorgen.

Erste Gäste stehen fest

Auch die ersten Gäste stehen fest. Der regierende Fürst von Monaco, Albert II., besucht am Mittwoch, 8. September, die schleswig-holsteinische Landeshauptstadt. Sein Ziel: Das Geomar Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung.

Die offizielle Eröffnung auf der Rathausbühne übernehmen in diesem Jahr Geomar Direktorin Prof. Dr. Katja Matthes und Weltumsegler Boris Herrmann.

Auch der erste Live-Auftritt steht soweit fest. Sängerin Gitte Hænning wird auf der Rathausbühne auftreten. Darüber hinaus sind dezentrale Einzelveranstaltungen, wie beispielweise Stadtteilfeste, Hunderennen, Sportveranstaltungen, Lesungen und weiteres mit eigenen Hygienekonzepten nach den geltenden Regelungen möglich.

Internationaler Markt

Auch der Internationale Markt steht wieder auf dem Plan. Allerdings nur mit 20 statt sonst 30 Buden. Alle Planungen geschehen mit Blick auf die Pandemieentwicklung.

Klar ist, kommt es zu einer vierten Welle oder droht aus der Kieler Woche eine vierte Welle zu entstehen, wird sie nicht stattfinden.

Oberbürgermeister Ulf Kämpfer

Vorwürfe gegen die Verwaltung

Dass überhaupt Planungen aufgenommen wurden brachte Ratsherr Stefan Rudau (Linke) auf die Palme. „Nur Corona-Leugner können auf die Idee kommen, eine Kieler Woche sei möglich“, sagte er. Er sprach von einem „Super-Spreader-Event“. Genauso wie „Die Fraktion“ stimmte die Linke gegen eine Kieler Woche im September.

Die Angriffe von Rudau brachten ihm auch deutliche Worte des Verwaltungsoberhauptes ein. „Wir werden feiern, wenn es etwas zu feiern gibt. Uns vorzuwerfen, wir seien Corona-Leugner ist ungehörig“, so Oberbürgermeister Ulf Kämpfer. Man könne im September mit 50, 60 oder 70 Prozent Impfquote rechnen und sei stets im Austausch mit dem Gesundheitsamt und der Landesregierung. „Die Sicherheit und Gesundheit der Besucher steht über allem“, betont der Oberbürgermeister.

Offen ist jedoch ein Beschluss der Ministerpräsidentenkonferenz (MPK). Auch diese hatte sich am Donnerstag mit der Möglichkeit von Großveranstaltungen befasst. Ein Ergebnis gab es jedoch nicht. So wurde eine Arbeitsgruppe gebildet, die sich mit verbindlichen Regeln auseinandersetzen soll. Bis diese Regeln stehen, steht auch die Planung der Kieler Woche auf wackeligen Füßen.

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