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Trotz Corona: Landmarkt und Wikinger-Frühjahrsmarkt sollen stattfinden

Trotz Corona: Landmarkt und Wikinger-Frühjahrsmarkt sollen stattfinden

Landmarkt und Wikinger-Frühjahrsmarkt sollen sollen stattfin

Sven Windmann/ shz.de
Schleswig/Busdorf
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So kennt man ihn, den Gottorfer Landmarkt. Foto: Landesmuseen

Ostern soll im Wikingermuseum eine Großveranstaltung stattfinden, am 16. Mai dann eine auf der Schleswiger Schlossinsel.

„Wir sind uns der Situation natürlich bewusst und machen nur das, was wir dürfen und verantworten können“, sagt Frank Zarp, Sprecher der Landesmuseen. Aber sollte es tatsächlich die Möglichkeit geben, dann sollen sowohl im Wikingermuseum als auch auf der Gottorfer Schlossinsel schon im kommenden Frühling zwei Großveranstaltungen stattfinden.

An Ostern und am 16. Mai sollen die Veranstaltungen stattfinden

Man sei mittendrin in der Planungsphase, sowohl für den Frühjahrsmarkt in Haithabu, der traditionell wieder an Ostern über die Bühne gehen soll, als auch für den Gottorfer Landmarkt. Dieser ist für den 16. Mai geplant. „Uns ist jetzt schon bewusst, dass beide Veranstaltungen anders aussehen werden als in den Vorjahren, dass es Beschränkungen geben wird und wir sicherlich nicht so viele Gäste und Aussteller haben werden. Aber wir werden gute Konzepte haben und vorbereitet sein, wenn man uns grünes Licht gibt“, so Zarp.

Das sieht auch Farina Pelke so. Sie ist Veranstaltungsmanagerin der Landesmuseen und steckt momentan insbesondere in den Vorbereitungen des Landmarktes. „Wichtig ist, dass wir einen guten Plan haben, der auch von der Öffentlichkeit akzeptiert wird“, sagt sie. In diesem Punkt sei man sich auch mit den Ausstellern einig. 120 davon hat Gottorf nach inzwischen 20 Auflagen des Großevents in der Kartei, 60 von ihnen haben bereits für das Frühjahr zugesagt. „Dieses Vertrauen freut uns“, sagt Pelke. Zumal auch die Schausteller bislang keine Gewissheit haben, ob die Veranstaltung am Ende tatsächlich stattfindet.

Wenn das der Fall ist, müssen sich auch die Besucher auf einige Einschränkungen einstellen. So soll es nur einen Ein- und Ausgang geben, um überprüfen zu können, wie viele Menschen sich jeweils auf der Schlossinsel befinden. Zudem müssen die Gäste online Tickets buchen, die dann an ein festgelegtes Zeitfenster gebunden sein werden. Wie genau das schließlich aussehen wird, daran arbeite man zurzeit noch.

Der Frühjahrsmarkt in Haithabu hat in den vergangenen Jahren stets mehr als 10.000 Besucher angelockt. Foto: Michael Staudt

Das gilt genau so auch für den Frühjahrsmarkt in Haithabu. Dort ist man optimistisch, dass dieser auch tatsächlich vom 1. bis 5. April stattfinden kann, wie Museumsleiterin Ute Drews betont. Man habe im vergangenen Jahr bereits wertvolle Erfahrungen während der Phasen, in denen die Einrichtung trotz der Corona-Krise geöffnet war, sammeln können. Das gelte sowohl für den Bereich Hygiene als auch für Abstandsregeln und Ticket-Reservierungen. Davon profitiere man jetzt. Deshalb plane zurzeit mit ähnlich vielen Händlern und Ausstellern wie in den Vorjahren. „Wir alle freuen uns darauf, wenn hier im Frühling das Leben endlich wieder erwacht“, sagt Drews, die bereits das gesamte Museumsjahr detailliert durchgeplant hat. Dazu gehört auch ein Ausweichtermin, sollte der Markt an Ostern doch nicht stattfinden können. „Dann machen wir das am Pfingstwochenende.“

Sicherheit steht im Vordergrund

„Die Sicherheit der Besucher und auch unserer Mitarbeiter steht bei all den Planungen im Mittelpunkt“, bringt es Sprecher Frank Zarp noch einmal auf den Punkt. Normalerweise begrüße man zum Frühjahrsmarkt der Wikinger über 10.000 Gäste und bei Landmarkt bis zu 17.000. Das werde in diesem Jahr ganz gewiss nicht der Fall sein. „Aber wir geben alles, damit wir trotzdem schöne Veranstaltungen anbieten können, an denen die Menschen Freude haben. Und wenn wir das dürfen, dann trauen wir uns das absolut zu.“

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