Sprachenvielfalt in SH

Weitere Förderung von Niederdeutsch, Dänisch und Friesisch

Weitere Förderung von Niederdeutsch, Dänisch und Friesisch

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Raissa Waskow/shz.de
Kiel
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Für den Bereich Bildung geht es in Schleswig-Holstein neben einem weiteren Ausbau der Modellschulen auch um eine Steigerung der Attraktivität für das Lehramtsstudium Niederdeutsch und Friesisch. Foto: Carmen Jaspersen/dpa

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Die Landesregierung möchte weiter an der Sichtbarkeit der Regional- und Minderheitensprachen arbeiten.

„Schleswig-Holstein hat den Schutz von Regional- und Minderheitensprachen im vergangenen Jahr ein großes Stück weiter vorangebracht“, sagte Johannes Callsen, der Minderheitenbeauftragte des Ministerpräsidenten, zum „Internationalen Tag der Muttersprache“ am kommenden Sonntag, 21. Februar.

Verschiedene Sprachen gehören zu Schleswig-Holsteins Identität

Callsen: „Niederdeutsch, Dänisch, Friesisch und Romanes gehören zur kulturellen Vielfalt unseres Landes. Sie bedeuten Identität und prägen das minderheitenpolitische Profil Schleswig-Holsteins.“ Mit der Verabschiedung des neuen Handlungsplanes Sprachenpolitik sei die Landesregierung wichtige Schritte für die Förderung dieser Sprachen vorangegangen. Mit den Schwerpunkten „Bildung – Medien – Mehrwert“ gehe der Handlungsplan über den reinen Spracherwerb hinaus und umfasse auch die Außenwirkung und Sichtbarkeit dieser Sprachen.

Attraktivität für Studenten steigern

Für den Bereich der Bildung gehe es neben einem weiteren Ausbau der Modellschulen Niederdeutsch, Friesisch und Dänisch auch um eine Steigerung der Attraktivität für das Lehramtsstudium Niederdeutsch und Friesisch durch die Anhebung der Bonuspunkte in der Kapazitätsverordnung.

Zentrale Rolle der Medien

Für die Sichtbarkeit dieser Sprachen würden auch die Medien eine zentrale Rolle spielen, so Callsen weiter. Die Landesregierung habe im neuen NDR-Staatsvertrag einen echten Fortschritt verankern können: „Die Regional- und Minderheitensprachen sind in den Angeboten des NDR regelmäßig und angemessen zu berücksichtigen“, heißt es dort.

Die Sprechergruppen erwarten daher zu Recht, dass dieser erstmaligen Erwähnung der Regional- und Minderheitensprachen im Staatsvertrag auch konkret im Programm Rechnung getragen wird.

Johannes Callsen, Minderheitenbeauftragter des Ministerpräsidenten

Dies sei zum Internationalen Tag der Muttersprache am 21. Februar, der erstmals im Jahr 2000 von der Unesco ausgerufen wurde, eine gute Nachricht für die sprachliche und kulturelle Vielfalt in Schleswig-Holstein.

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