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Wind erschwert den Weihnachts-Verkehr in Dänemark

cvt/Ritzau
Kopenhagen
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Foto: Joy Stamp/Unsplash

Am Sonnabend sind in Dänemark außerordentlich viele Reisende unterwegs – schließlich wird am Sonntag Weihnachten gefeiert und viele machen sich auf die Fahrt zur Familie. Schnee und Eis gibt es dieses Jahr nicht – dafür könnte der starke Wind für Verkehrsprobleme sorgen, heißt es aus der Straßenbehörde.

Die dänische Straßenbehörde rechnet für Sonnabend mit deutlich erhöhtem Verkehrsaufkommen. „Wir erwarten, dass heute sehr, sehr viele Autos auf den Straßen unterwegs sind. Das kann selbstverständlich zu verlangsamten Verkehr führen, besonders für Verkehrsteilnehmer, die von Osten nach Westen reisen“, sagt Mette Nedergaard von der Straßenbehörde.

Laut DSB-Pressesprecher Tony Bispeskov werden am Sonnabend um die 40.000 Menschen mit dem Zug über den Großen Belt reisen. Deshalb werden Extrawaggons an die Züge gekoppelt. Sowohl Straßenbehörde als auch DSB rechnen mit besonders erhöhtem Verkehrsaufkommen zwischen 11 und 13 Uhr.

Neben der Gefahr von Staus und stockendem Verkehr sorgt auch das Wetter für Herausforderungen. Die Meteorologen vom DMI sagen besonders für Teile Nordjütlands und für Bornholm Sturmböen vorher. „In anderen Teilen des Landes sollte das nicht problematische sein, dort ist der Wind etwas milder“, sagt Meteorologin Anja Bodholt.

Auch wenn es für den Rest des Landes keine Warnung gibt, so hat der Wind doch auch dort Folgen für Reisende. Zwischen Nivå und Helsingør auf Seeland ist ein Baum über die Gleise gestürzt, weshalb der Zugbetrieb eingestellt und durch Busse ersetzt wurde. Windempfindlichen Fahrzeugen wird zudem davon abgeraten, die Brücke über den Vejlefjord zu befahren.

Bei der dänischen Bahn DSB ist man laut Pressesprecher Bispeskov auf weitere Veränderungen eingestellt. „Umgestürzte Bäume können Fahrleitungen zerstören. Der Wind kann auch bedeuten, dass wir einen Schub von Autofahrern bekommen, die auf die Züge ausweichen, weil sie nicht über die Brücken kommen. Dafür haben wir Platz“, sagt er.

In der Nacht zu Sonntag soll der Wind laut DMI abnehmen.

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