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Wiederöffnung: Die Jüngsten sind zuerst an der Reihe

Wiederöffnung: Die Jüngsten sind zuerst an der Reihe

Wiederöffnung: Die Jüngsten sind zuerst an der Reihe

Ritzau/kj
Kopenhagen
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Seit einigen Wochen können die Schüler aufgrund der Pandemie nicht zur Schule gehen, sondern werden zu Hause unterrichtet. Foto: Anthon Unger/Ritzau Scanpix

Neuinfektionszahlen und Reproduktionszahl sinken. Eine Öffnung der Gesellschaft ist jedoch noch nicht in Sicht, glauben Fachleute.

Nach einer Woche sinkender Neuinfektionen, niedriger Reproduktionsrate und mehr Erfahrungen mit der britischen Corona-Variante, die möglicherweise weniger ansteckend ist als zunächst angenommen, sehnen sich immer mehr Menschen nach einer Öffnung von Teilen der Gesellschaft.

Dennoch ist es noch nicht die Zeit, über eine Wiederöffnung zu sprechen, bewerten mehrere Fachleute. Dies ist auf die große Unsicherheit über die britische Mutation zurückzuführen.

Rücksicht auf die Kleinsten

Es wird jedoch sehr darauf geachtet, dass die jüngsten Schüler so schnell wie möglich bald wieder zur Schule gehen sollen. Dies sagt Lone Simonsen, eine Pandemieforscherin und Professorin an der Roskilde Universität, die im Expertengremium der Regierung sitzt.

Sie gibt jedoch an, dass noch kein Datum festgelegt werden kann, an dem die Schüler zur Schule zurückkehren können.

Die jüngsten Schulkinder könnten als einige der ersten zur Schule zurückgeschickt werden, da es sich um eine Gruppe handelt, von der wir glauben, dass sie den Ansteckungsdruck in der Gesellschaft nicht so stark beeinflussen.

Lone Simonsen, Pandemieforscherin

„Die jüngsten Schulkinder könnten als einige der ersten zur Schule zurückgeschickt werden, da es sich um eine Gruppe handelt, von der wir glauben, dass sie den Ansteckungsdruck in der Gesellschaft nicht so stark beeinflussen. Aber es ist immer noch eine unbeantwortete Frage, wie stark Kinder beim Verbreiten einer Infektion mit B117 beteiligt sind, und das muss untersucht werden, bevor sie zurück in die Schule gehen können“, sagt sie.

Rückhalt von Schulleitung und Eltern

Schulleiter und Eltern befürworten, dass die jüngsten Klassen bei der Rückkehr priorisiert werden. Der Vorsitzende des Schulleiterverbandes, Claus Hjortdal, sagte, er habe bei der Regierung Druck gemacht, vor allem die jüngsten Schüler wieder in die Schule zu holen – so schnell wie möglich.

Natürlich wäre es am besten, wenn es für alle Kinder möglich wäre, aber das ist nicht realistisch. Wir fordern daher dringend, dass es sich in erster Linie um die 0., 1. und 2. Klasse handelt.

Claus Hjortdal, Vorsitzende des Schulleiterverbandes

„Natürlich wäre es am besten, wenn es für alle Kinder möglich wäre, aber das ist nicht realistisch. Wir fordern daher dringend, dass es sich in erster Linie um die 0., 1. und 2. Klasse handelt. Sie haben die größten Schwierigkeiten, die digitalen Medien zu nutzen, und sie halten die Eltern zu Hause“, sagt er.

Sorge bei den Neuntklässlern wächst

Aber auch die Schüler der 9. Klasse haben großen Bedarf ihre Klassenkameraden und Lehrer wiederzusehen. Unter anderem, um sich über Sorgen auszutauschen, wie die Sommerprüfungen verlaufen werden.

Sie müssen das Gefühl haben, dass die Schule für sie da ist. Es ist ihr letztes Jahr in der Volksschule, und die Unsicherheit, die immer noch über die Prüfungen besteht, ist sehr groß.

Claus Hjortdal, Vorsitzende des Schulleiterverbandes

„Es könnte sich um ein paar Stunden am Tag handeln, an denen sie zur Schule kommen dürfen. Sie müssen das Gefühl haben, dass die Schule für sie da ist. Es ist ihr letztes Jahr in der Volksschule, und die Unsicherheit, die immer noch über die Prüfungen besteht, ist sehr groß“, sagt Claus Hjortdal.

Belastung der Eltern wächst

Es ist eine große Belastung für zu Hause arbeitende Eltern, dass sie auch ihren Kindern helfen und sie unterhalten müssen, sagt Rasmus Edelberg, Verbandsvorsitzender von Eltern und Schule.

Edelberg ist daher der Ansicht, dass es – wenn die Gesundheitsbehörden dies empfehlen können – am wichtigsten sein sollte, mit den Jüngsten zu beginnen.

„Den jüngsten Schülern fällt es schwer, selbständig am Unterricht über den Bildschirm teilzunehmen, und dies bedeutet, dass viele Eltern viel Zeit brauchen, um sie im Alltag zu unterstützen, damit es funktioniert“, sagt er.

Entscheidung steht noch aus

Die Expertengruppe der Regierung hat bewertet, was die Jüngsten bei der Wiederöffnung an erster Stelle stehen. Hierzu zählen die Schüler der 0. bis 4. Klasse.

Laut Professorin Lone Simonsen wird in der Bewertung auch betont, dass die jüngsten Schüler den Eltern den Arbeitstag erschweren können.

Die Schließung der Gesellschaft läuft am 7. Februar aus. Laut Lone Simonsen muss noch Zeit vergehen, bevor eine Entscheidung über die Wiederöffnung getroffen werden kann und sollte.

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