Coronavirus

Weniger kritisch Erkrankte als befürchtet starben

Weniger kritisch Erkrankte als befürchtet starben

Weniger kritisch Erkrankte als befürchtet starben

Ritzau/wt
Kopenhagen
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Viele überstehen eine Infektion mit dem Coronavirus gut, doch kann sie auch tödlich enden. Foto: Handout/AFP/Ritzau Scanpix

Sieben von zehn Patienten auf Intensivstationen überleben eine Corona-Infektion. Das sind mehr als erwartet.

Schwer erkrankte Corona-Patienten kommen in Dänemark besser davon als zunächst befürchtet.

Von 323 Patienten, die bis zum 20. Mai in eine Intensivstation eingewiesen wurden, haben die deutliche Mehrheit die Erkrankung überlebt. Dies gilt auch für die Patienten, die an ein Beatmungsgerät angeschlossen wurden.

Gut vorbereitet

Insgesamt sind 37 Prozent der Patienten auf der Intensivstation verstorben. Dies ist ein deutlich geringerer Anteil als in Großbritannien, Italien und der USA.

„Wir hatten es mit einer völlig neuartigen Erkrankung zu tun, wo wir von einer Todesrate von bis zu 80 Prozent hörten“, sagt der Arzt an der Intensivstation am Reichshospital, Nicolai Haase. Er hat die Daten gesammelt.

„Wir waren in Dänemark gut vorbereitet, und deshalb ist es nicht so schlimm gekommen.“
Der Oberarzt am Aarhus Universitätshospital, Steffen Christensen, verweist auf eine „vorbildliche Zusammenarbeit“ zwischen den Intensivstationen und den übrigen Abteilungen der Krankenhäuser.

„Wir haben sehr schnelle Pläne zu einer Handhabung einer potenziell großen Anzahl von kritisch erkrankten Patienten umgesetzt. Dies geschah in dem wir Personal von anderen Abteilungen und mit anderen Fachgebieten ausgebildet haben“, betont er.

Medikamente

Dadurch sei die Kapazität der Intensivabteilungen zu keinem Zeitpunkt überschritten worden.

Seit dem Frühjahr ist die Behandlung von Covid-19 effektiver geworden.

„Wir haben nun zwei Präparate, bei denen wir erwarten, dass sie die Dauer der Erkrankung verkürzen und die Tödlichkeit mindern können“, erläutert Haase.

Die beiden Ärzte betonen, dass Corona weiterhin eine sehr ernstzunehmende Krankheit ist. Insgesamt sind sie jedoch zuversichtlich, dass die Krankenhäuser auf den erneuten Anstieg der Infektionen gut vorbereitet seien.

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