Neues hydrologisches Höhenmodell

Schutz gegen Überschwemmungsgefahr

Schutz gegen Überschwemmungsgefahr

Schutz gegen Überschwemmungsgefahr

Kopenhagen
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Ein Messtrupp hatte im vergangenen Jahr in Hoyer und Umgebung im Auftrag der Behörde für Datenversorgung und Effektivisierung die Höhenverhältnisse neu erfasst. Foto: Volker Heesch

Neue Modelle der Behörde für Datenversorgung und Effektivisierung erhöhen die Sicherheit.

Neue Modelle der Behörde für Datenversorgung und Effektivisierung erhöhen die Sicherheit.

In den vergangenen Jahren haben Sturmfluten vor allem auf Seeland oder am Limfjord für große Schäden gesorgt. Zuletzt richtete der Sturm Urd im Dezember 2016 große Schäden im Bereich des Roskilde Fjord an, obwohl dort nach schlimmen Überschwemmungsschäden 2013 zusätzliche Vorkehrungen getroffen worden waren.

Um künftig besser gegen Überschwemmungen gewappnet zu sein, ist im Auftrag des Energie-, Versorgungs- und Klimaministeriums und der Behörde Datenversorgung und Effektivisierung ein neues hydrologisches Höhenmodell für Dänemark erarbeitet worden. Es gibt auf Karten an, wohin bei Vordringen von Wassermassen oder Deichbrüchen das Wasser fließen würde. Den Behörden werden damit genaue Daten geliefert, wo zur Verhinderung von Schäden an Gebäuden und Infrastruktur Abwehrmaßnahmen eingeleitet werden müssten.

„Ich bin froh, dass wir mit verbesserten Daten die Möglichkeit bekommen, besser vorauszusehen, wo Überschwemmungsrisiken bestehen“, erklärte Energie- und Klimaminister Lars Christian Lilleholt (Venstre) anlässlich der Vorstellung des neuen hydrologischen Höhenmodells.
Er sieht vor allem viel bessere Grundlagen für die angesichts des Klimawandels und Meeresspiegelanstiegs erforderlichen Maßnahmen im Küstenland Dänemark.

Neben Überschwemmungsgefahren durch Sturmfluten kann das neue hydrologische Kartenwerk den Behörden und Bürgern auch genauere Hinweise geben, wohin sich bei Starkregenereignissen, die sich in den kommenden Jahrzehnten häufen sollen, künftig größere Wassermassen – auch im Binnenland – ergießen könnten. Besonders Wohnsiedlungen in Senken oder in der Nähe von Wasserläufen sind bedroht. Nicht nur in Kellerräumen ist mehrfach wertvolles Inventar zerstört worden. Das neue Material wird bei öffentlichen und privaten Bauplanungen ebenso nützlich sein wie bei privaten Vorsorgemaßnahmen der Bürger.

Gegenüber früheren Höhenmodellen liegen mit dem neuen Werk wesentlich genauere Informationen vor. „An extremes Wetter werden wir uns in höherem Grad gewöhnen müssen. Es wird wichtiger als je zuvor, dass wir uns zielgerichtet auf das künftige Wetter einrichten“, so Lars Chr. Lilleholt. Die Bürger können sich mit öffentlich zugänglichen Karten über die Internetadresse www.kortforsyningen.dk versorgen.

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