Coronavirus

Schulen bereiten sich auf Selbsttest nach Ostern vor

Schulen bereiten sich auf Selbsttest nach Ostern vor

Schulen bereiten sich auf Selbsttest nach Ostern vor

Ritzau/kj
Kopenhagen
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Die Jugendlichen sollen bei dem Test beaufsichtigt werden. Foto: Claus Bech/Ritzau Scanpix

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Ab dem 6. April sollen Schülerinnen und Schüler an Nachschulen, Gymnasien und Berufsschulen die Möglichkeit bekommen, sich vor dem Unterricht selbst gegen das Coronavirus zu testen.

Wenn sich die Schülerinnen und Schüler der Nachschulen und Gymnasien am Dienstag nach Ostern in den Schulen treffen, haben sie die Möglichkeit, sich selbst zu testen.

Zumindest ist das das Szenario, auf das sich Jugendliche in den Nachschulen und Gymnasien im ganzen Land ab dem 6. April einstellen müssen.

Logistische Herausforderung

„Es ist eine sehr große logistische Aufgabe, vor der wir stehen. Die Schulen werden dafür verantwortlich sein, Personal einzustellen, das die Schüler beaufsichtigt, wenn sie sich selbst testen“, sagt Birgitte Vedersø, Vorsitzende des dänischen Verbands der Gymnasien „Danske Gymnasier“.

Nach Angaben der Vorsitzenden wird der Test auf demselben Modell basieren, das auch in Österreich von Schülern verwendet wird. Er wird mithilfe eines Wattestäbchens in den Nasenlöchern durchgeführt.

Selbsttest zweimal in der Woche

Der Selbsttest soll zweimal wöchentlich durchgeführt werden und ist für Jugendliche, die in der Schule anwesend sind, vorgesehen.

Alternativ können sich die Schülerinnen und Schüler auch in einem Testcenter testen lassen.

Unter Aufsicht

Wenn sich die Jugendlichen für einen Selbsttest entscheiden, wird dieser unter Aufsicht durchgeführt.

Das bedeutet, dass die Testung stattfindet, während jemand die Schülerinnen und Schüler beobachtet.

Es liegt an den Schulen selbst, das Personal für diese Aufgabe zur Verfügung zu stellen.

„Viele Schulen denken wahrscheinlich an die Schüler des vergangenen Sommers, die es doch nicht auf eine Rucksackreise nach Asien geschafft haben und die etwas zu tun haben wollen“, sagt Birgitte Vedersø.

Die Schulen, die für die Kosten des zusätzlichen Personals entschädigt werden, haben begonnen, Leute für diese Aufgabe einzustellen, sagt Birgitte Vedersø.

Mehr Flexibilität

Ingrid Kjærgaard, die Vorsitzende der dänischen Vereinigung der Gymnasialschüler „Danske Gymnasieelevers Sammenslutning“, begrüßt das neue Selbsttestangebot.

„Das gibt zusätzliche Flexibilität, sich vor dem Kurs zu testen und keine Zeit für die Hin- und Rückfahrt zu einem Testcenter aufwenden zu müssen. Aber man muss auch darüber sprechen, wie man mit den Testergebnissen gut umgehen kann“, sagt sie.

Vorbereitungen laufen an

Beim Verband der Nachschulen „Efterskoleforeningen“ sind die Vorbereitungen für die neue Aufgabe in vollem Gange.

Vorsitzender Torben Vind Rasmussen bezweifelt, dass alle Schulen vom ersten Tag an für diese Aufgabe bereit sind.

„Es gibt einige Sonderschulen, die eine andere Lösung benötigen, weil sie einen hohen Prozentsatz an Schülern haben, die nicht in der Lage sind, sich selbst zu testen. Zum Beispiel aufgrund von Behinderungen oder anderen Herausforderungen. Man muss also die Tatsache respektieren, dass es für diese Schüler eine längere Einarbeitungszeit geben kann“, sagt Torben Vind Rasmussen.

Bevor es endgültig grünes Licht für die Selbsttests gegeben wird, muss ein gesetzlicher Erlass in Kraft sein. Darüber hinaus wartet das Ministerium für Kinder und Unterricht auf die Genehmigung der gekauften Testkits.

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