Königshaus

Prinz Henrik in sein Refugium nach Fredensborg verlegt

jt/cvt/Ritzau
Fredensborg
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Prinz Henrik Foto: Scanpix

Der schwer erkrankte dänische Prinz soll seine laut Königshaus „letzte Zeit“ im Schloss Fredensborg im Kreise der Familie verbringen. Henrik habe Fredensborg immer geschätzt, sagt ein Historiker.

Prinz Henrik ist am Dienstag vom Reichshospital in Kopenhagen ins Schloss Fredensborg nördlich der Stadt verlegt worden. Er soll dort seine „letzte Zeit“ verbringen, berichtet das Königshaus in einer Pressemitteilung.

Der gesundheitliche Zustand des Prinzen sei weiterhin ernst. Das Königshaus hat sich jedoch zur Diagnose nicht geäußert.

Der Zeitschrift Billed-Bladet sagte die Pressesprecherin des Hofes, Lene Balleby, dass es Henriks eigener Wunsch gewesen sei, nach Fredensborg zu kommen: „Hier kann der Prinz von der Familie umgeben sein und sich in Rahmen bewegen, die ihm etwas bedeuten.“

Gegen 15 Uhr am Nachmittag traf das Kronprinzenpaar Mary und Frederik auf Fredensborg ein, um einige Stunden an der Seite Henriks zu verbringen. Der 83-Jährige war am 28. Januar nach einem Urlaub in Ägypten ins Reichshospital eingeliefert worden. Am Freitag teilte der Hof mit, dass sein Zustand ernsthaft sei. Daraufhin brach Kronprinz Frederik seinen Besuch bei den Olympischen Winterspielen in Südkorea ab und kehrte nach Dänemark zurück. Zahlreiche weitere Familienmitglieder haben den Prinzen inzwischen besucht, darunter auch die französische Schwester Henriks.

Schloss Fredensborg
Schloss Fredensborg Foto: Scanpix

Schloss Fredensborg eine Oase der Ruhe für Henrik

Der Wunsch Henriks, nach Fredensborg zurückzukehren, sei vollkommen nachvollziehbar, sagt unterdessen der Königshaus-Experte und Historiker Lars Hovbakke Sørensen. „Die Königin und der Prinz haben dort viel Zeit verbracht, wenn sie sich etwas vom Getummel der Großstadt zurückziehen wollten“, sagt er. „Der Prinz hat die fantastische Umgebung immer sehr geschätzt“, so Sørensen über das königliche Schloss bei Asminderød in Nordseeland.

Das Schloss, sagt er, habe für Königin Margrethe II. und Prinz Henrik „große persönliche“ – und auch historisch und international besondere Bedeutung. In den 1720er Jahren erbaut, war es Sommerresidenz der Königsfamilie unter König Christian IX. und Königin Louise, die auch als „Europas Schwiegereltern“ bezeichnet wurden. Königin Ingrid verbrachte dort ihre letzten Tage bis zu ihrem Tode am 7. November 2000.

Es ist lange Tradition, dass ausländische Staatsoberhäupter und Königliche bei Besuchen ihre Namen in eines der Fenster des Schlosses ritzen. Im vergangenen Sommer, anlässlich der goldenen Hochzeit mit Königin Margrethe II., enthüllte Henrik die seiner Gemahlin gewidmete Skulptur „Miss Fredensborg“ im Schlossgarten.

„Als Naturmensch bedeutet das Schloss dem Prinzen viel. Er mochte es immer sehr, sich dort mit seinen Hunden aufzuhalten“, so Sørensen.

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