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Neuer Rekord bei Strom aus dänischen Windkraftanlagen

Neuer Rekord bei Strom aus dänischen Windkraftanlagen

Neuer Rekord bei Strom aus dänischen Windkraftanlagen

Kopenhagen
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Foto: dpa

43 Prozent des Stromverbrauchs in Dänemark wird durch Windenergie gedeckt. 2018 Zuwachs durch Horns Rev 3 in Sicht.

Die Windkraftanlagen in Dänemark haben im vergangenen Jahr den Strombedarf zu 43 Prozent gedeckt. Das berichtet der Verband Danmarks Vindmølleforening. Damit erreicht die Windenergie einen neuen Rekord. Allerdings wurde der Windstromanteil des Jahres 2015 von 42 Prozent nur unwesentlich übertroffen. 2016 war ein Flautenjahr, die Windkraftanlagen deckten aufgrund relativ geringer Windgeschwindigkeit nur zu 38 Prozent den Strombedarf. Trotz der Erfolgsmeldung des Windenergieverbandes verraten die Zahlen von 2017, dass der Ausbau der Windkraftanlagen in Dänemark seit einigen Jahren eher stagniert. Zuletzt hatte nur die Inbetriebnahme neuer Meereswindparks wie im Kattegat die Windstromquote erhöht, während an Land kaum neue Kapazität aufgebaut worden ist.

Es waren Projekte wie der Meereswindpark Rejsby im nördlichen Bereich der Kommune Tondern gescheitert. Auch in anderen Kommunen in Dänemark hatte Widerstand von Bürgern den Windkraftausbau „ausgebremst“.

Allerdings ist in diesem Jahr Zuwachs bei der Windkraftkapazität in Sicht. Aktuell werden bereits 49 neue Riesenwindkraftanlagen mit einer Leistung von jeweils 8,3 Megawatt im Meereswindpark Horns Rev 3 montiert. Die neuen Windkraftanlagen, die leistungsstärksten Anlagen des dänischen Herstellers Vestas, werden zusammen 406,7 Megawatt Leistung liefern, was den Bedarf von 425.000 Haushalten decken kann. Es werden im Windpark, der über 20 Kilometer westlich von Blåvands Huk nordwestlich von Esbjerg liegt, 7,5 Milliarden Kronen investiert. Der Betreiber Vattenfall wird Strom zu einem Preis von 77 Öre pro Kilowattstunde ins dänische Versorgungsnetz einspeisen. Weitere 600 Megawatt Strom wird ein weiterer neuer Meereswindpark, Kriegers Flak, liefern, der Strom zu einem Preis von 47,5 Öre pro Kilowatt liefern soll. Er liegt in der Ostsee zwischen Rügen und der Insel Møn.

Die dänische Windkraftkapazität wird mit den beiden Meereswindparks und einigen kleineren Projekten von aktuell 5.300 Megawatt um 1.350 Megawatt wachsen.
Laut Verband Dansk Energi wird der Anteil des Windstroms an der Versorgung Dänemarks in wenigen Jahren auf 60 Prozent erhöht. Allerdings wird auch mit steigendem Stromverbrauch gerechnet, wenn die geplanten großen Datenzentren der Computer- und Internet-Giganten Apple, Facebook und Google in Betrieb gehen.

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