Erdgeschichte

Das Krokodil von Stevns

Das Krokodil von Stevns

Das Krokodil von Stevns

Helge Möller
Helge Möller Journalist
Stevns Klint
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Stevns Klint – viel Kalkstein, in dem sich so manche Überraschung verbirgt. Foto: Leif Schack-Nielsen/Biofoto/Ritzau Scanpix

Ein Hobbygeologe hat sich am Stevns Klint auf Fossiliensuche begeben und ist fündig geworden – ziemlich sogar.

Der Hobbygeologe und Fossilienjäger Peter Bennicke ist in der Nähe seines Wohnsitzes an der Steilküste von Stevns auf Seeland fündig geworden – wieder einmal. Wie der Fernsehsender TV2 Øst berichtet, hat Bennicke Überreste eines rund 66 Millionen Jahre alten Meereskrokodils gefunden. Zu dieser Zeit, am Übergang von der Kreidezeit zum Tertiär (nach neuerer Bezeichnung Paläogen) befand sie das Gebiet des heutigen Seeland weiter südlich auf der Erdkugel, das ein warmes, großes Kreidemeer bedeckte. Luft, Land und Meer wurden von Sauriern dominiert, die am Ende der Kreidezeit Opfer eines Massensterbens wurden und von der Erdoberfläche verschwanden.

Die Fundstücke von Thoracosaurus und eine Rekonstruktion des Tieres Foto: Jesper Milán/Geomuseum Faxe

Laut TV2 Øst entdeckte Bennicke in einem Kreidebrocken zwei lange, schlanke Zähne sowie zwei Segmente des Rückenpanzers. Museumsinspektor Jesper Milán vom Geomuseums Faxe ordnet die Fundstücke einem Thoracosaurus zu. Thoracosaurus war ein Meereskrokodil, das das Glück hatte, das Massenaussterben am Ende der Kreidezeit zu überleben.

Das Finderglück scheint Peter Bennicke hold zu sein. Erst im vergangenen Herbst fand er zwei Zähne und Knochen eines rund 15 Meter langen Mosasauriers; davor Reste des großen Raubfisches namens Enchodus.

Weil der jetzige Fund geologisch bedeutsam ist, soll nun laut TV Øst untersucht werden, ob er ein nationaler Schatz, ein Danekræ, ist.

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