Umwelt und Natur

Forscher streiten sich über Bienen

Forscher streiten sich über Bienen

Forscher streiten sich über Bienen

Kopenhagen
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Foto: dpa

Eine ökologische Bienenzucht setzt die Natur unter Druck, meinen Experten.

Sollte die Produktion von ökologischem Honig angehoben werden, dann kann das die Naturgebiete Dänemarks schaden, meinen einige Forscher. Sie warnen davor weitere Bienen in den Naturschutzgebieten auszusetzen.

„Warum sollen wir `Produktionstiere´ in unsere unter Naturschutz stehenden Naturgebiete aussetzen? Diese sind schon aufgrund von Pestiziden und fehlendem Platz unter Druck”, sagt der Professor der Uni Kopenhagen, Carsten Rahbek. Er befürchtet, dass die Honigbienen im Kampf um Nahrung die wilden Bienen vertreiben könnten. Darüber hinaus können Honigbienen auch Träger von Parasiten und Krankheiten sein, die sie dann an die wilden Arten weitergeben können.

Im März 2017 hatte der dänische Nahrungsmittelminister Esben Lunde Larsen (Venstre) die Kriterien einer ökologischen Bienenzucht eingedämmt. Dadurch wurde das ökologische Honiggebiet 20 Mal größer als zuvor. Ein Beispiel wäre das Gebiet von der Größe der Insel Röm, das sich dann zur Größe von Lolland-Falster verändert. Schätzungen zufolge wird die Anzahl der Bienenzüchter von heutigen 20 auf 300 im Jahre 2020 steigen.

Der Vorsitzende des Bienenzüchtervereins kennt die Problematik. Die Debatte mache ihn aber traurig. „Die erwähnten Probleme könnten an ganz wenigen Stellen auftreten. Die größten Probleme für Honig- und wilde Bienen sind weiterhin Pestizide und eine fehlende Nahrungsgrundlage”, so Ole Kilpinen.

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