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Erster Sturm seit 27 Jahren im September

cvt
Kopenhagen
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Ungemütliches Wetter in Apenrade. Foto: cvt

Erstmals seit 27 Jahren zog am Mittwoch ein Sturm im September über Dänemark her. Betroffen waren vor allem Nordschleswig und die südlichen Inseln.

Mit Windgeschwindigkeiten von mehr als 24,5 Metern pro Sekunde ist am Mittwoch der erste Sturm seit 1990 über Süddänemark hergezogen. Am späten Nachmittag erreichten die Winde Sturmstärke. Bei Langø bei Nakskov, berichtet TV2, wurden um 17 Uhr 25 Meter pro Sekunde gemessen – Sturmstärke im September. Einzelne Böen erreichten 30,7 Meter pro Sekunde, was als starker Sturm bezeichnet wird.

Den letzten September-Sturm hat es in Dänemark am 21. September 1990 gegeben – also noch vor der deutschen Wiedervereinigung. Der Sturm, der in Deutschland „Sebastian“ genannt wird und in Dänemark noch namenlos ist, hat auch in den Niederlanden und Norddeutschland geblasen. In Hamburg sind zwei Menschen ums Leben gekommen.

Für Nordschleswig wurde mit Windstößen von Orkanstärke am Abend gerechnet, berichtet TV2.

An der Wiedauschleuse bei Hoyer in Nordschleswig wurde ein Wasserstand von 3,10 Meter über Normalnull erwartet, bei Ballum gar von 3,15 Meter. Beides keine kritischen Werte: Der höchste an der Wiedauschleuse je gemessene Wert lag am 24. November 1981 bei 4,97 Metern. Die Deichkrone liegt bei 7,45 Metern über Normalnull.

Am Abend (Stand: 19.15 Uhr) hat es laut Polizei in Nordschleswig keine Zwischenfälle aufgrund des Sturmes gegeben.

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