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Dänische Regierung will Auto-Maut für Ausländer

Dänische Regierung will Auto-Maut für Ausländer

Dänische Regierung will Auto-Maut für Ausländer

cvt/Ritzau
Kopenhagen
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Stau Verkehr Auto
Foto: dpa

Ausländische Autofahrer sollen die niedrigeren dänischen Zulassungssteuern mitfinanzieren. Darauf haben sich die Regierung und die Dänische Volkspartei geeinigt. Von 2020 an soll es für Autofahrer aus dem Ausland bis zu 1.000 Kronen jährlich kosten, dänische Straßen zu benutzen.

Die dänische Regierung und ihre Unterstützerpartei, die nationalkonservative Dansk Folkeparti (DF) haben beschlossen, in Dänemark eine Maut für Fahrzeuge aus dem Ausland einzuführen. Als Vorbild dient das geplante deutsche Modell, bei dem die einheimische Bevölkerung die Maut ebenso bezahlen muss, sie im Gegensatz zu den Haltern von im Ausland gemeldeten Fahrzeugen jedoch erstattet bekommt.

Frühestens 2020 soll eine solche Maut umgesetzt werden können, geht es aus der Absprache hervor. 300 Millionen Kronen jährlich soll die Maut in die Staatskasse spülen. Bis zu 1.000 Kronen jährlich soll es kosten, dänische Straßen zu nutzen. „Dänen, die in Deutschland fahren, bezahlen abhängig davon, wie lange sie da sein werden. Und so wird es auch hier. In Österreich kann man eine Vignette kaufen, die 14 Tage gilt. Aber man kann für einen höheren Preis auch für einen längeren Zeitraum kaufen“, so Finanzminister Kristian Jensen (Venstre).

Der dänische Automobilklub FDM begrüßt das Vorhaben, weil es so für Dänen billiger werde, ein Auto zu halten. Jedoch sieht Abteilungsleiter Torben Kudsk Lund auch Probleme: „Die neuen Autos, die sich ab dem 3. Oktober über eine niedrigere Zulassungssteuer freuen können, müssen höhere Kfz-Steuern zahlen“, sagt er. Besonders bei Autos mit niedrigem Verbrauch würden die Einsparungen Jahr für Jahr aufgefressen werden.

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