Krebsbehandlung

Blutprobe kann rückkehrenden Krebs früher offenbaren

Jon Thulstrup
Jon Thulstrup Online-Redaktion
Kopenhagen
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Foto: dpa

Mit einer neuen Blutprobe können Ärzte nun während der Krebsbehandlung sehen, ob diese auch funktioniert. Dies kann Menschenleben retten, meinen Forscher.

Zwei neue Studien von weltweit führenden Wissenschaftsmagazinen besagen, dass Ärzte durch eine neuartige Blutprobe früher erkennen können, ob Krebserkrankungen nach überstandener Behandlung zurückkehren.

„Durch diese Methode können wir den Patienten „maßgeschneiderte” Behandlungen anbieten, die immense Verbesserungen mit sich führen. Die Überlebenschancen könnten hiermit gesteigert werden”, sagt der Forscher Nicolai Birkbak vom The Francis Crick Institute in London zu Videnskab.dk.

In der neuen Studie folgten die Forscher 100 Lungenkrebspatienten durch ihren kompletten Behandlungsverlauf – bis zur Genesung oder, im schlimmsten Falle, bis zum Tode. Während der Behandlung entfernten die Forscher Lungenkrebstumore an allen Patienten um diese dann zu untersuchen. Dadurch haben die Forscher sich einen Eindruck über das Verhalten des Tumors während der Behandlung verschaffen. Anhand von Blutproben der genetischen Variation der Tumore konnten die Forscher dann mit einer 90 prozentigen Sicherheit besagen, ob der Patient einen Rückfall erleiden würde.

Erfreut über die neuen Kenntnisse ist auch Stig Eigil Bojesen von der Biochemischen Abteilung des Gentofter Klinikums: „Durch die neuartigen Blutproben werden Biopsien überflüssig. Die Blutproben alleine können uns genügend Informationen verschaffen”, so Bojesen zu Videnskab.dk.

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