Ankündigung des Umweltministeriums

13.000 Hektar sollen sich in Urwald verwandeln

13.000 Hektar sollen sich in Urwald verwandeln

13.000 Hektar sollen sich in Urwald verwandeln

Kopenhagen
Zuletzt aktualisiert um:
Dänemark bekommt mehr unbewirtschaftete Wälder. Foto: Scanpix

Auch in Nordschleswig werden große Waldteile von forstlichen Bewirtschaftung herausgenommen. Dadurch sollen seltene Tier- und Pflanzenarten gefördert werden.

13.000 Hektar Staatswald werden aus der Bewirtschaftung herausgenommen und können sich in Urwald verwandeln. Diese Ankündigung machte gestern Umwelt- und Nahrungsmittelminister Esben Lunde Larsen (V).

Auch in Nordschleswig wird damit mehr Raum für Natur und Artenvielfalt gegeben. Neben dem bereits seit Jahren als Urwald behandelten Bereich im Drawitter Wald bekommen im Landesteil Bereiche im Linneter Forst, der Seegaarder Wald, der Gravensteiner Tiergarten und der Augustenburger Wald den Status Urwald und werden aus der forstlichen Bewirtschaftung herausgenommen.

Das neue Konzept ist Teil des 2016 von Regierung und Dänischer Volkspartei (DF) vereinbarten „Naturpaketes“, das sich weitgehend auf wissenschaftliche Vorschläge stützt, durch mehr Urwald seltene Tier- und Pflanzenarten zu fördern.

Der Naturchutzverband Danmarks Naturfredningsforening (DN) begrüßt die Entscheidung für mehr Urwald. Es wird aber daran erinnert, dass mit jetzt bald 3,5 Prozent Urwaldanteil in den Staatswäldern das UN-Ziel, 17 Prozent der Wälder unberührt zu lassen, noch in weiter ferne liege. Es müssten mehr private Wälder „verwildern“, die heute bereits wertvolle Natur enthalten.

Mehr lesen