Corona-Krise

Prognose: Nicht ganz so schlimm wie befürchtet

Prognose: Nicht ganz so schlimm wie befürchtet

Prognose: Nicht ganz so schlimm wie befürchtet

wt/ritzau
Kopenhagen
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Die Nationalbank schätzt die Wirtschaftslage weiterhin als ernst ein. Foto: Nationalbanken

Die dänische Wirtschaft wird aufgrund der Corona-Krise nicht ganz so stark schrumpfen, wie zunächst prognostiziert. Es werden jedoch mehr Arbeitsplätze verloren gehen.

Die Corona-Krise macht der dänischen Wirtschaft schwer zu schaffen.

Das Bruttoinlandsprodukt wird dieses Jahr um 3,6 Prozent schrumpfen. So lautet eine Prognose, die die Nationalbank Mittwoch veröffentlicht hat.

Das ist ernst genug, doch im Juni sah die Prognose noch düsterer aus. Da ging die Nationalbank von einem Rückgang von 4,1 Prozent aus.

Mehr Arbeitsplätze gehen verloren

Dagegen werden mehr Menschen, als im Juni angenommen, ihren Job verlieren. Damals ging man von 40.000 Arbeitsplätzen weniger aus. Jetzt lautet die Prognose, dass es 51.000 werden.

Allmählich erholt sich der Arbeitsmarkt wieder. Und 2021 erwartet die Bank, dass die Anzahl der Beschäftigten wieder steigen wird. Erst 2022 wird jedoch wieder das Niveau vor der Corona-Krise erreicht werden.

Da gleichzeitig jedoch mehrt Menschen auf den Arbeitsmarkt kommen, wird die Arbeitslosigkeit auch 2022 noch höher sein als 2019.

Erholung erst 2022

Insgesamt lautet die Einschätzung, dass es noch ein langer Weg ist, bevor sich die Wirtschaft erholt hat.

„Wir erwarten, dass der dänische Export erst im Laufe des Jahres 2022 auf dem Niveau vom Anfang 2020 ankommen wird“, heißt es in der Prognose.

„Die Wiederherstellung des letzten Anteils der dänischen wie der internationalen Nachfrage wird erwartungsgemäß langsam gehen.“

Es gibt noch Gefahrenmomente

Chef-Ökonom Las Olsen von Danske Bank meint, die Prognose zeige, dass die dänische Wirtschaft einigermaßen glimpflich durch die Corona-Krise gekommen sei.

„Trotz allem ist die Prognose der Nationalbank eine willkommene Erinnerung daran, dass es nicht so schlecht geht. Doch es gibt weiterhin in der Welt Gefahrenmomente und Probleme“, schreibt er in einer Analyse.

„Ansteigende Infektionen, Handelskonflikte, Konkurse und Brexit sind nur einige der Dinge, die in der kommenden Zeit schieflaufen können, aber ein ganzer Teil ist eben auch gut gelaufen.“

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