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Neue Analyse: Jeder vierte Arbeitslose ist langzeitarbeitslos

jt
Kopenhagen
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Foto: Ida Guldbæk Arentsen/Ritzau Scanpix)

Obwohl die Beschäftigung in Dänemark auf dem Vormarsch ist, gibt es immer mehr Langzeitarbeitslose.

Jeder vierte Arbeitslose, der im Juni 2018 Arbeitslosengeld in Form vom Tagegeld (Dagpenge) bekam, war zugleich auch langzeitarbeitslos. Das zeigt eine neue Analyse der Arbeitsmarkt- und Rekrutierungsbehörde. Die Zahl der Langzeitarbeitslosen sei demnach gestiegen, berichtet das Gewerkschaftsmagazin Fagbladet 3F.

Im Juni 2016 waren 13.782 Personen langzeitarbeitslos; im gleichen Monat 2018 ist die Zahl im auf 20.545 gestiegen. Ein Paradox, meint Arbeitsmarktforscher der Uni Aalborg, Mads Peter Klindt. denn die Beschäftigungszahlen in Dänemark sind rekordhoch. „Die neue Analyse zeigt uns, dass die Gruppe der Arbeitslosen geteilt ist. Einige finden schnell wieder einen Job, während andere zurückbleiben, weil sie möglicherweise nicht die Fähigkeiten besitzen, die aktuell von Unternehmen gewünscht werden“, so Klindt zu Fagbladet 3F.

Beim Arbeitgeberverband sieht der Vize-Direktor Steen Nielsen gerne, dass es gar keine Langzeitarbeitslosigkeit in Dänemark gäbe. „Es währe natürlich besser, wenn sie (Arbeitslose, Red.) schneller wieder einen Job finden würden. Die Industrie in Dänemark braucht diese Leute“, so Nielsen. Er glaubt, dass viele von den Langzeitarbeitslosen Jugendliche sind, die eine Ausbildung absolviert haben, die vom Arbeitsmark nicht nachgefragt wird. „Wir müssen daran arbeiten, wie wir einen schnellen Übergang vom Studium in die Arbeit finden“, erklärt der Vize-Direktor zu 3F.

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