Wirtschaft

Mehr als 1.000 Jobs im September durch Konkurse weggefallen

Mehr als 1.000 Jobs im September durch Konkurse weggefallen

Mehr als 1.000 Jobs im September durch Konkurse weggefallen

dodo/Ritzau
Kopenhagen
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Vor allem Restaurants und Hotels sind von der derzeitigen Pandemie besonders hart betroffen. Foto: Ida Guldbæk Arentsen/Ritzau Scanpix

Vor allem Hotels und Restaurants sind durch den Covid-19-Ausbruch besonders hart betroffen. Ein Experte rechnet damit, dass weitere Corona-Konkurse folgen werden.

Eine Reihe von Konkursen in Dänemark hat im September dazu geführt, dass mehr als 1.000 Personen ihre Arbeitsplätze verloren haben.

Insgesamt sind 183 Unternehmen im ersten Herbstmonat pleitegegangen. 1.155 Vollzeitjobs fielen damit weg, mehr als doppelt so viele wie im August.

Das zeigen neue Zahlen der dänischen Statistikbehörde, Danmarks Statistik.

Im Zeitraum von März bis September sind damit nun 25 Prozent mehr Arbeitsplätze aufgrund von Konkursen verlorengegangen als im gleichen Zeitraum des Vorjahres.

Hotels und Restaurants trifft es am schlimmsten

Die meisten Entlassungen gibt es vor allem in den Branchen, die besonders hart von der Corona-Krise betroffen sind, wie etwa im Hotelgewerbe und in Restaurants.

Anders Christian Overvad, Ökonom beim Geldinstitut „Arbejdernes Landsbank“, erwartet, dass noch viele weitere Unternehmen in diesen Branchen vor Kürzungen im Bereich des Personals stehen.

„Wir erwarten weiterhin einen relativ kurzen, aber dafür recht starken Abschwung in der dänischen Wirtschaft. Durch den erwarteten Anstieg der Konkurse werden auch noch einige Arbeitsplätze verlorengehen“, so der Ökonom zur Nachrichtenagentur Ritzau.

Seit Beginn der Corona-Krise im März haben rund 50.000 Menschen in Dänemark ihren Arbeitsplatz verloren. In den vergangenen Monaten sank die Arbeitslosigkeit allerdings wieder stetig, rund 23.000 Personen konnten zuletzt den Weg wieder auf den Arbeitsmarkt finden.

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