Wirtschaft

Leichtere Gründung von Unternehmen in Sicht

Volker Heesch
Volker Heesch Hauptredaktion
Kopenhagen
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Foto: Helloquence/Unsplash

Unter anderem kann künftig bereits mit 400.000 Kronen Kapital eine Aktiengesellschaft gegründet werden, statt mit bisher 500.000 Kronen. Ab dem 1. Januar 2019 gelten die neuen Regeln.

Im Rahmen der Initiativen zur Förderung der dänischen Wirtschaft, auf die sich die Regierung, Dänische Volkspartei und Radikale verständigt haben, wird die Gründung von Unternehmen erleichtert. Es wird mit geringerem Kapital möglich, eine Aktiengesellschaft zu gründen. Statt 500.000 sind nur noch 400.000 Kronen erforderlich.

Zur Unterstützung der Existenzgründungs- und Aktienkultur in Dänemark werden Investitionen der Bürger in Aktien steuerlich begünstigt. Es wird ein neues Aktiensparkonto geschaffen, in dem Gelder für börsennotierte Aktien und und andere Wertpapiere mit Bezug auf Geldanlage in Aktien platziert werden können. Schrittweise bis 2022 können größere Beträge steuerlich begünstigt angelegt werden.

Ab 1. Januar 2019

Die Neuregelung soll am 1. Januar 2019 in Kraft treten. In Schweden und Norwegen ist eine ähnliche Regelung auf großes Interesse gestoßen. Seit 2011 bis 2016 haben 1,8 Millionen Schweden ein Aktiensparkonto angelegt.

Deutlich verbessert werden die Möglichkeiten, dass Unternehmen ihre Mitarbeiter mit Aktien des Unternehmens entlohnen. Vor allem neue Unternehmen, die auf Wachstum setzen, sollen dadurch die eigene Liquidität stärken können. Künftig können Mitarbeiter zu bis zu 20 Prozent mit Aktien entlohnt werden.

Das neue Konzept sieht auch Erleichterungen für dänische Investitionsinstitute vor. Auch für Dänen, die in ausländische Investitionsgesellschaften Geld gesteckt haben, soll es bessere Bedingungen geben.
Gefördert wird auch die Investition ausländischen Kapitals in dänischen Investitionsinstituten.

Besondere Förderung erhalten auch Initiativen der Ökonomie des Teilens sowie die maritime Wirtschaft.
Angestrebt wird die Sicherung Dänemarks als maritimes Kraftcenter. Es wird die „internationale“ Besteuerung von Seeleuten auf dänischen Seeschiffen ausgebaut. Das soll auch für Monteure auf Schiffen gelten. Außerdem wird die Gebühr bei der Registrierung von Handelsschiffen gestrichen. Bisher lag diese bei einem Promille des Werts eines Handelsschiffes.

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