Kirkbi klotzt

Lego-Familie möchte Legoland zurückkaufen

Lego-Familie möchte Legoland zurückkaufen

Lego-Familie möchte Legoland zurückkaufen

Billund
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Legoland war jahrelang im Besitz der Merlin-Gruppe. Jetzt will die Lego-Familie Kirk die Vergnügungsparks zurückkaufen. Foto: Mads Claus Rasmussen, RitzauScanpix

Vor einigen Jahren verkaufte Lego seine Vergnügungsparks Legoland. Jetzt soll die Lego-Familie Kirk angeblich dem jetzigen Besitzer der inzwischen acht Parks ein lukratives Angebot gemacht haben. Was so ein Legoland wohl kosten kann?

Die dänische Kirkbi-Gruppe, ein Unternehmen der Lego-Familie Kirk, ist an einem größeren Anteil des Vergnügungsparkkonzerns Legoland interessiert.

Lego verkaufte 2005 vier Legoland-Parks an Merlin Entertainments und hat jetzt gemeinsam mit zwei nordamerikanischen Unternehmen etwa 40 Milliarden Kronen angeboten, um Legoland zu übernehmen. Inzwischen besteht Legoland aus acht Ferienparks.

Lego hat bereits 30 Prozent Aktienanteile von Merlin und würde diese durch den Kauf aufstocken. Die weiteren Mitbieter sind eine kanadische Rentenkasse, Canada Pension Plan Investment Board, und das Kapitalunternehmen Blackstone. Wie sich die Besitzverhältnisse nach einem Kauf verteilen, ist nicht bekannt.

Die drei Unternehmen haben den Aktionären von Merlin 455 britische Pence pro Aktie angeboten. Das seien rund 18 Prozent mehr, als der Wert auf der Börse in London am Donnerstag.

Legoland in der ganzen Welt

Das erste Legoland wurde in Billund eröffnet, wo auch der Hauptsitz von Lego ist. 1968 wurden die ersten Lego-Häuser, Landschaften, fahrende Züge und schwimmende Schiffe ausgestellt. Über die Jahre kamen immer mehr Fahrgeschäfte und Ausstellungsflächen hinzu.

Nach dem gleichen Konzept wurden sieben weitere Legoland-Ferienparks in Windsor in England, Günzburg in Deutschland, Carlsbad und Winter Haven in den USA, Johor Bahru in Malaisien, Dubai und Nagoya in Japan eröffnet.

Die Familie hinter Lego

Kirkbi ist Hauptanteilseigner von Lego und ist im Besitz von 75 Prozent der Aktien. Kirkbi ist wiederum im Besitz der Familie Kirk Kristiansen, die Lego kontrolliert. Viele Jahre war Kjeld Kirk Kristiansen Chef von Lego und bis zum Frühjahr 2019 saß der Sohn von Lego-Grundleger Ole Kirk Kristiansen im Aufsichtsrat des Spielwaren-Konzerns. Heute hat Kjeld Kirk Kristiansens Sohn Thomas Kirk Kristiansen als einziger Lego-Erbe einen Platz im Aufsichtsrat. Thomas hat noch zwei weitere Geschwister, Sofie und Agnete.

Zur Lego-Famile gehört auch die Schwester von Kjeld Kirk Kristiansen, Gunhild Kirk Johannsen. 2007-2008 wurden die Besitzverhältnisse in der Lego-Gruppe auf die beiden Familien geteilt.

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