Gehalt

Keiner über oder neben Niels B.

Keiner über oder neben Niels B.

Keiner über oder neben Niels B.

Peter Lassen
Peter Lassen Hauptredaktion
Billund
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Niels B. Christiansen. Foto: Scanpix

Bei Danfoss verdiente Niels B. Christiansen im letzten Jahr 57,5 Millionen Kronen. Bei Lego werden es ab 1. Oktober kaum weniger sein.

Wenn es um Managergehälter geht, kann kein Top-Chef in Dänemark dem bisherigen Danfoss- und baldigen Lego-Chef Niels. B. Christiansen das Wasser reichen. Laut einer Analyse in „Økonomisk Ugebrev“ verdiente der 51-Jährige, der Ende Juni bei Danfoss ausschied, im Jahr 2016 satte 57,5 Millionen Kronen oder gar acht Million mehr als im Jahr davor. Ab 1. Oktober nimmt er den Chefsessel bei Lego in Billund ein, und die Analytiker denken nicht, dass er dort weniger verdienen wird als in Norburg.

Wahrscheinlich durchbricht der noch in Höruphaff wohnhafte Nordschleswiger im neuen Jahr die 60-Millionen-Grenze. Sehr viel, wenn man bedenkt, dass das durchschnittliche Jahreseinkommen in Dänemark knapp 287.000 Kronen beträgt. Ja, das ist absolute Spitze auch unter den Schwergewichtlern, denn die Nr. zwei auf der Hitliste der Großverdiener bekam mit 37,8 Millionen Kronen rund 20 Millionen weniger als Christiansen. Es ist Lundbeck-Direktor Kåre Schulz – gefolgt vom Carlsberg-Boss Cees `t Hart, der im letzten Jahr auf 36,1 Millionen Kronen Gehalt kam.

Der bisherige Lego-Boss Jørgen Vig Knudstrop, der an der Jahreswende 2016/17 an die Aufsichtsratsspitze wechselte, wurde im letzten Jahr als oberster Direktor laut Analyse mit 28 Millionen Kronen entlohnt und verdiente damit weniger als die Hälfte seines kommenden Nachfolgers. Zum Vergleich konnte der Top-Boss bei A. P. Møller-Mærsk, Søren Skov, „nur“ knapp 24 Millionen Kronen einstreichen und landete auf Rang acht. Die Gehaltserhöhung von rund acht Millionen Kronen bringt Niels B. Christiansen aber nur auf Rang sechs dieser Hitliste, die von Kåre Schulz mit plus 28 und Carlsberg-Boss Hart mit 16,1 Millionen Kronen angeführt wird.

Arbeitsmarktforscher Bent Greve von der Uni Roskilde meint, dass einige Menschen so viel wert sind, weil sie etwas können, was andere nicht bringen können. Sie können den entscheidenden Spielzug zum richtigen Zeitpunkt liefern – genau wie im Fußball.

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