Landwirtschaft

Kartoffeln werden in diesem Jahr rar

Peter Lassen
Peter Lassen Hauptredaktion
Tingleff/Tinglev
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Foto: dpa (Symbolfoto)

Zu kleiner und zu großer Stärkegehalt der Erdfrüchte ein Problem. Auch für die Kartoffelbauern war der Dürre-Sommer eine Herausforderung.

90 Tage ganz ohne Regen. Auch für die Kartoffelbauern war der Dürre-Sommer eine Herausforderung, und LHN-Kartoffelexperte Claus Erichsen macht klar, dass es in Nordeuropa Mangel an Kartoffeln geben wird – die Nachfrage sei ganz ernorm. Wie die Ernte in Nordschleswig ausfallen wird, wagt Erichsen noch nicht zu sagen – zumal die Kartoffelfabrik in Toftlund erst seit einer Woche fährt. Da gebe es noch zu wenig konkrete Angaben zu Ertrag und Qualität.

„Aber Prognosen sagen, dass die Ernte dort, wo ausreichend beregnet werden konnte, normal sein wird. Generell wird die Ernte aber wohl unter normal und unter dem Ergebnis von 2017 liegen“, so Claus Erichsen. Bei den Stärkekartoffeln für die Fabrik ist gerade der Gehalt von Stärke das Problem. Bei Proberodungen sei die Menge zwar da, aber der Stärkegehalt nicht besonders hoch. Ob sich das noch richten kann in der Abreifung, müsse sich erst noch zeigen. Bei den Speisekartoffeln ist die Stärke auch ein Problem – hier sei vielfach zu viel vorhanden, und das bringe die Kartoffeln zum Verkochen und nehme ihnen den Geschmack.

Ja, so Erichsen, es sei auch für die Kartoffeln ein außerordentlicher Sommer gewesen mit Bodentemperaturen bis zu 40 Grad, die der Erdfrucht gar nicht schmecken.

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