Wirtschaftskriminalität

Geldwäsche: Folketing will 500-Euroschein verbieten und Bußgeld erhöhen

jt
Kopenhagen
Zuletzt aktualisiert um:
Gewerbeminister Rasmus Jarlov (Konservative) Foto: Nils Meilvang/Ritzau Scanpix

Der wertvollste Euro-Geldschein steht des Öfteren in enger Verbindung mit Wirtschaftskriminalität Deshalb will das Parlament diesen verbieten und zudem das Bußgeld bei Geldwäsche immens erhöhen.

In Zukunft sollen Umtausch, Zahlung oder Aushändigung von 500-Euroscheinen in Dänemark nicht länger möglich sein. Eine Mehrheit im dänischen Parlament sei laut dem gewerbepolitischen Sprecher der Dänischen Volkspartei, Hans Kristian Skibby, bereit, den wertvollsten Euroschein in Dänemark zu verbieten.

Ziel sei es, dadurch Geldwäsche und ähnliche Fälle der Wirtschaftskriminalität zu bekämpfen. „Der 500-Euroschein wird größtenteils für internationale Geldwäsche benötigt. Mit dem Verbot verstärken wir den Einsatz gegen Wirtschaftskriminalität“, so Skibby zur Nachrichtenagentur Ritzau.

Zudem sei eine Mehrheit für ein Verachtfachen des Bußgeldes in Geldwäsche-Fällen. Das erklärte der Gewerbeminister Rasmus Jarlov (Konservative) nach einem Treffen am Mittwoch. „Demnach bekommt Dänemark das höchste Bußgeld in solchen Fällen in ganz Europa“, so Jarlov. Ihm zufolge habe das Parlament seit Längerem an einer Gesetzesänderung gearbeitet. Man habe aber den internen Untersuchungsbericht der Danske Bank abwarten wollen, der am Mittwoch vorgestellt wurde.

Mehr lesen