Geldwäscheskandal

Ermittlungen gegen Danske Bank

pl/Ritzau
Kopenhagen
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Foto: Kasper Palsnov/Ritzau Scanpix

Die Spezialeinheit für ökonomische Kriminalität nimmt Transaktionen unter die Lupe, die in Verbindung mit dem Geldwäscheskandal stehen sollen. Die Danske Bank kündigte Mithilfe an.

Die Spezialabteilung der dänischen Polizei in Sachen Wirtschaftskriminalität, „Bagmandspolitiet“, teilte gestern am späten Nachmittag mit, dass man wegen des Geldwäscheskandals gegen Danske Bank ermittelt . Die Milliarden-Transaktionen der einstigen Filiale der größten dänischen Bank in Estland sollen genau untersucht werden, um zu sehen, wer und ob überhaupt jemand in Dänemark zur Verantwortung gezogen werden kann.

Staatsanwalt Morten Niels Jakobsen, der für besondere ökonomische und internationale Kriminalität zuständig ist, erklärt, dass der Fall schon länger intern ganz oben auf der Tagesordnung gestanden hat. Es gab auch schon diverse Anzeigen wegen des Agierens des Geldinstituts. Man habe schon umfassendes Untersuchungsmaterial gesammelt, so der Staatsanwalt. Außerdem habe man Kontakt aufgenommen zu internationalen Zusammenarbeitspartnern.

In Estland soll jahrelang über die Danske Bank für rund 53 Milliarden Kronen Geld gewaschen worden sein – u. a. von Kriminellen und der Putin-Familie. Die Polizei will nun klären, was Sache ist, und ob die Bank strafrechtlich belangt werden kann. Danske Bank selbst hat schon eine interne Untersuchung angeordnet, deren Ergebnis im nächsten Monat vorliegen soll.

Danske Bank kommentierte die Ermittlungen gestern mit der Mitteilung, dass man natürlich für diese zur Verfügung stehe – und man werde alle Fragen beantworten.

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