Wirtschaft

Dürre und fallende Verkaufspreise: Mehr Konkurse in der Landwirtschaft

jt
Kopenhagen
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Foto: dpa (Symbolfoto)

Für viele Bauern in Dänemark war der trockene Jahrhundertsommer ein Schicksalsschlag. Sie mussten ihre Betriebe aufgeben.

Viele Menschen in Dänemark haben sich über den ungewöhnlich heißen Sommer gefreut. Doch in der Landwirtschaft hat er tiefe Spuren hinterlassen. Wie neue Zahlen der dänischen Statistikbehörde belegen, gab es in diese Jahr in einem Zeitraum von Januar bis Oktober 126 Konkurse. Zum Vergleich gab es 2017 insgesamt 121 Konkurse, berichtet das Kreditunternehmen Nykredit in einer Pressemitteilung. Insbesondere die Schweine- und Rinderproduktionen seien besonders von Konkursen geplagt.

Gründe für die steigenden Konkurse in der Landwirtschaft sind laut Nykredit die insbesondere in diesem Jahr fallenden Milch- und Schweinepreise kombiniert mit einem ungewöhnlich trockenen Sommer. „Das macht es ungemein schwer für Landwirte, schwarze Zahlen auf ihren Jahresberichten zu schreiben“, erklärt Nykredit-Chefökonom Tore Stramer.

Auch in Zukunft wird es ihm zufolge keinen Rückenwind für die Landwirtschaft geben. Die Folgen des Dürre-Sommers werden auch in den kommenden Monaten die Landwirtschaft negativ beeinflussen. Darüber hinaus erwartet Nykredit, dass die Zinsen steigen werden und Landwirte mit variablen Zinssätzen unter Druck gesetzt werden. „Demnach werden die Zinsausgaben in einer Zeit, wo Landwirte mit fallenden Verkaufspreisen zu kämpfen haben, steigen“, so Stramer.

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