Lebensmittel-Giganten

Dansk Supermarked überholt Coop

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Kopenhagen
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Viele neue Netto-Filialen bescherten Dansk Supermarked 2017 eine gute Bilanz. Foto: Scanpix

Sowohl Umsatz als auch Gewinn bei der Lebensmittelkette stiegen. Dies ist vor allem Netto zu verdanken.

Coop ist nicht mehr die größte Lebensmittelkette in Dänemark. Dansk Supermarked (DS) mit u. a. Netto, Bilka und Føtex legte 2017 in einer knallharten Branche im Kampf um die Kunden zu und erzielte einen Rekord-Marktanteil.

Sowohl Umsatz als auch Gewinn stiegen – insbesondere dank der Discountkette Netto, die eine Reihe neuer Filialen eröffnete. Der Gesamtumsatz von DS stieg um 900 Millionen auf 58,8 Milliarden Kronen im Vergleich zu 2016.
Netto hatte ein Rekordjahr, aber auch Føtex und Bilka legten zu, sodass unterm Strich ein Gewinn von 2,2 gegenüber 1,8 Milliarden Kronen 2016 vor Abzug der Steuern herauskam.

Diese gute Bilanz beschert laut DS-Chef Per Bank finanzielle Muskeln, um weiter in neue Filialen zu investieren – insbesondere weil DS 2017 zu 100 Prozent in Fondsbesitz kam, als die Dansk Supermarked Group die letzten 19 Prozent Anteile von A. P. Møller-Mærsk übernahm. Man muss also kein Geld an Aktionäre ausschütten, so DS-Chef Bank.

Als Erstes sollen 100 Netto-Filialen ab Juni ein neues Konzept erhalten mit weit mehr frischem Obst und Gemüse. 2017 eröffnete DS 50 neue Läden unter anderem im Zuge der Übernahme vieler Filialen des geschlossenen Discounters Kiwi. Insgesamt investierte DS 1,5 Milliarden Kronen oder 215 Millionen mehr als im Jahr davor. Coop musste 2016 27 Geschäfte schließen, die Verluste machten – und aktuell hat man angekündigt, dass 47 weitere folgen.

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Cornelius von Tiedemann
Cornelius von Tiedemann Stellv. Chefredakteur
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