Neue Zahlen

Der dänische Einzelhandel stagniert

jt/ritzau
Kopenhagen
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Neue Zeiten für den Einzelhandel in Dänemark: Die Verkaufszahlen stagnieren, wie neue Zahlen der dänischen Statistikbehörde zeigen.

Neue Zeiten für den Einzelhandel in Dänemark: Die Verkaufszahlen stagnieren, wie neue Zahlen der dänischen Statistikbehörde zeigen.

Die Verkaufszahlen des dänischen Einzelhandels im Juni verzeichnen im Vergleich zum Mai einen Verlust von 0,1 Prozent – somit setzt sich die Tendenz der vergangenen Monate fort. Aufgeteilt in Produkte fielen die Verkaufszahlen in den Gruppen „Bekleidung“ mit 1,0 Prozent und „Nahrungs- und Hausmittel“ mit 0,4 Prozent.

Das zweite Quartal von 2017 zeigt jedoch einen kleinen Aufschwung im Einzelhandelsverkauf. Dieser konnte einen Anstieg von 0,5 Prozent im Vergleich zum ersten Quartal verzeichnen. „Es sieht danach aus, dass der Privatverbrauch sich weiterhin positiv auf die Wachstumszahlen auswirkt. Doch die Zahlen unterstreichen auch, dass dies kein deutlicher Aufschwung ist“, sagt der Chefökonom von Danske Bank, Las Olsen. Ihm zufolge seien die Zahlen noch weit von denen von vor zehn Jahren entfernt.

Während die Zahlen im Einzelhandel stagnieren, widerspiegelt das nicht die aktuellen Zahlen des Privatverbrauches der Dänen. „Hier haben wir ein solides Wachstum von jährlichen 2,5 Prozent. Doch dieses Wachstum ist für den Einzelhandel kaum spürbar – es sind primär Autos und Energie“, so Olsen.

Auch Helge Pedersen, Chefökonom bei der Bank Nordea, hat die stagnierenden Verkaufszahlen im Einzelhandel bemerkt. Seine Erklärung: „Das Verbrauchsmuster der Dänen hat sich verändert. Heutzutage geben wir viel mehr Geld für Urlaub, Restaurants und Kultur- und Freizeitaktivitäten aus.“

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