Wirtschaft

Dänemark, Schweden und Finnland buhlen um Nordea

Dänemark, Schweden und Finnland buhlen um Nordea

Dänemark, Schweden und Finnland buhlen um Nordea

cvt/Ritzau
Kopenhagen
Zuletzt aktualisiert um:
Juha Sipilä
Juha Sipilä. Foto: Scanpix

Das Bankhaus Nordea mit Sitz in Stockholm erwägt, Schweden zu verlassen und seinen Hauptsitz in eines der anderen nordischen Länder zu verlegen. Dänemark und Finnland buhlen nun um die Gunst der Bänker. Finnlands Regierungschef sieht sein Land im Vorteil – wegen des Euros.

Das Bankhaus Nordea mit Sitz in Stockholm erwägt, Schweden zu verlassen und seinen Hauptsitz in eines der anderen nordischen Länder zu verlegen. Dänemark und Finnland buhlen nun um die Gunst der Bänker. Finnlands Regierungschef sieht sein Land im Vorteil – wegen des Euros.

Die nordische Bank Nordea mit insgesamt rund 30.000 Mitarbeitern ist aus einer Reihe von Fusionen nordischer Bankhäuser hervorgegangen. Keimzelle war das nördliche Schweden, Sitz der späteren Großbank seit 2000 Stockholm. Doch weil die schwedische Regierung immer wieder andeutet, die Steuern im Finanzsektor anheben zu wollen, droht die Bank seit geraumer Zeit offen damit, das Land zu verlassen.

Dänemark und Finnland spielen das Spiel mit – und Finnlands Regierungschef Juha Sipilä von der bäuerlich-liberalen Zentrumspartei hat jetzt mit den Bankchefs erste Gespräche geführt.

Er habe, so Sipilä, der Bank verdeutlicht, dass Finnland als Euroland der optimale Standort für die Großbank wäre. Zudem biete Finnland ein stabiles und vorhersehbares Umfeld.

Zuvor hatte bereits Dänemarks Finanzminister Brian Mikkelsen (Konservative) mit der Bank gesprochen, um sie von einem Umzug nach Dänemark zu überzeugen. „Wir wollen Steuern und Abgaben senken und keine weiteren Regeln einführen“, so Mikkelsen am Mittwoch zu Bloomberg News.

Mehr lesen

Leitartikel

Gwyn Nissen
Gwyn Nissen Chefredakteur
„Heldin Linde“

Diese Woche in Kopenhagen

Walter Turnowsky
Walter Turnowsky Korrespondent in Kopenhagen
„Eine Partei fliegt raus, eine überlebt, eine wächst“