Deutliche Zunahme

Autobahnunfälle haben sich nahezu verdoppelt

jt/ritzau
Kopenhagen
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Die Anzahl der Unfälle auf dänischen Autobahnen hat deutlich zugenommen. Allein auf der Autobahn E45 passieren ein Drittel aller Unfälle auf staatlichen Straßen.

Die Anzahl der Unfälle auf dänischen Autobahnen hat deutlich zugenommen. Allein auf der Autobahn E45 passieren ein Drittel aller Unfälle auf staatlichen Straßen.

Die dänischen Autobahnen sind mittlerweile mit Autos, Lastwagen und Bussen so vollbepackt, dass Unfälle keine Ausnahme mehr sind. Das Ergebnis: Der Verkehr kommt öfters ins Stocken und die Autofahrer müssen halbe oder ganze Stunden warten, bis die Unfallstelle geräumt worden ist.

2011 registrierte die Straßenbehörde (Vejdirektoratet) insgesamt 1.140 Unfälle auf staatlichen Verkehrswegen, jenen Straßen, für die der Staat zuständig ist – hierunter primär die Autobahnen. 2016 wurden 2.141 Unfälle registriert, was ein Anstieg von 88 Prozent ergibt, schreibt die Tageszeitung Jyllands-Posten. 2015 wurde das Registrierungssystem jedoch geändert, weshalb die Zahlen nicht verglichen werden können. Trotzdem ist eine klare Tendenz zu einer steigenden Unfallrate zu erkennen.

„Wir haben keine plausible Erklärung, warum mehr Unfälle passieren. Wir können aber sehen, dass der Verkehr zunimmt und je mehr Verkehr, desto mehr Unfälle“, sagt die Verkehrsleiterin bei der Straßenbehörde, Charlotte Vithen.

Laut Zahlen der Straßenbehörde passieren rund ein Drittel aller Unfälle auf den staatlichen Straßen auf der Autobahn E45, die quer durch Jütland verläuft. Das ist ein Problem für die Betriebswirtschaft, meint Transport-Direktor Michael Svane vom Wirtschaftsverband Dansk Industrie (DI). „Wir sollten daher eine schnellere Räumung der Unfallstellen anpeilen und Geld für eine Verbesserung der Infrastruktur absetzen“, so Svane.

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