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A.P. Møller-Mærsk verkauft sein Ölgeschäft

A.P. Møller-Mærsk verkauft sein Ölgeschäft

A.P. Møller-Mærsk verkauft sein Ölgeschäft

Kopenhagen
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A.P. Møller-Mærsk zieht sich aus dem Öl- und Gasgeschäft raus. Foto: Maresk Oil

Maersk Oil soll an das französische Unternehmen Total verkauft werden. Handel hat einen Wert von 47 Milliarden Kronen.

Das größte dänische Unternehmen, A.P. Møller-Maersk, schrumpft: Der Konzern teilte der Börse am Montagmorgen mit, dass sich die Dänen von Maersk Oil trennen.

Das französische Unternehmen Total kauft Maersk Oil für umgerechnet 47 Milliarden Kronen.

Ein Teil des Handels wird mit Aktien bezahlt. Maersk erhält Total-Aktien im Wert von 4,95 Milliarden Dollar. Danach wird A.P. Møller-Mærsk 3,76 Prozent des französischen Giganten besitzen. Total auf der anderen Seite übernimmt auch einen Schuldenposten in Höhe von 2,5 Milliarden Dollar. Laut Pressemitteilung will Total die Standorte von Maersk Oil in Esbjerg und Kopenhagen behalten.

Nach dem Verkauf von Maersk Oil will sich A.P. Møller-Mærsk auf sein Transport- und Logistikgeschäft konzentrieren. Der Handel soll Anfang 2018 durchgeführt werden – zuvor müssen allerdings die Wettbewerbsbehörden noch grünes Licht geben.

55 Jahre Öl- und Gasförderung

Maersk Oil hat seit 1962 aus der Nordsee Öl und Gas gefördert. Heute ist das Unternehmen unter anderem in den USA, Kasachstan, Algerien, Irak und Angola aktiv. Maersk Oil produzierte 2015 312.000 Barrels Öl und machte dadurch einen Umsatz in Höhe von 4,6 Milliarden Dollar. Aufgrund der fallenden Ölpreise endete das Jahresergebnis 2015 mit einem Minus in Höhe von 1,2 Milliarden Dollar.

Letztes Jahr machte Maersk Oil wieder ein Plus in Höhe von 477 Millionen Dollar bei einer geringeren Produktion.

A.P. Møller-Mærsk hat auch nach dem Verkauf von Maersk Oil weiterhin Öl- und Gasaktivitäten in den Geschäftsbereichen Maersk Tankers, Maersk Supply Service und Maersk Drilling.

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Leitartikel

Gwyn Nissen
Gwyn Nissen Chefredakteur
„Grüne Zukunft“